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Kennen sich seit 43 Jahren und ergänzen sich gut: Klaas Windmöller (l.) und Justus von Wedel (r.)

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Michael Rasche

Ausgabe 4/2018Thema: Alternative

Immer kreativer sein als gestern

Die IKN GmbH im Porträt

Die IKN GmbH übernimmt das Engineering, Projektmanagement und die Errichtung von Kühl- und Ofenanlagen für Zementwerke auf der ganzen Welt. Ihr bisher größtes Projekt war der Umbau des Zementwerkes Burglengenfeld von ­HeidelbergCement. context war bei IKN und sprach mit den Geschäftsführern Klaas Windmöller und Justus von Wedel unter anderem über Weiterentwicklung, unkonventionelle Führungsstile, Flexibilität und alternative Lösungen für die Zukunft.

Vor rund 15 Jahren wurde Klaas Windmöller von einem Kunden gefragt, wie viel Entwicklungspotenzial er bei seinen Kühlern noch sehe. „Rund 50 Prozent“, antwortete er damals optimistisch gestimmt. Heute geht er sogar noch einen Schritt weiter und sagt: „Wenn ich mir unseren Kühler von damals anschaue und ihn mit unserer aktuellsten Version vergleiche, sehe ich, dass wir 90 bis 95 Prozent der Teile verändert haben. Soviel Verbesserungspotenzial war also damals wirklich drin. Und wir bei IKN gehen heute davon aus, dass das in den nächsten 15 Jahren erneut drin ist.“

Diese Einstellung ist es, die IKN ausmacht. Neben neuen Materialien, Technologien und Fertigungsverfahren, deren Entwicklung im Umfeld der Automobilindustrie stark gefördert werde, seien es vor allem die neuen Gedanken, die für Weiterentwicklungen verantwortlich sind, so die beiden Geschäftsführer. „Wir haben Spaß daran, immer wieder andere Perspektiven einzunehmen und mit Kreativität noch intelligentere und pfiffigere technische Lösungen zu finden“, sagt Justus von Wedel und Klaas Windmöller ergänzt: „IKN war schon immer technikfokussiert. Jeder Kühler musste besser sein als der davor.“

Daher fördern die beiden Geschäftsführer die gewünschte Weiterentwicklung auf vielfältige Art und Weise. „Wir arbeiten in einer von der Komplexität her überschaubaren Industrie, aber die Werkzeuge, die unsere Mitarbeiter verwenden, sind absolut Stand der Technik. Bei IKN arbeiten fast alle Mitarbeiter papierlos und nutzen moderne Tools. Wir leben sehr flache Hierarchien und sind mit unserer Organisationsform weit entwickelt“, so Klaas Windmöller. Dabei steht das Produkt immer im Fokus: „90 bis 95 Prozent unserer Mitarbeiter hat noch direkten Kontakt mit unseren Produkten. Und diese Kunden- und Produktorientierung, gepaart mit Spaß an Projekten und Spaß an technischen Lösungen, ist Teil unseres Erfolgsrezeptes“, betont Justus von Wedel.

Die IKN GmbH

Die IKN GmbH (Ingenieurbüro-Kühlerbau-Neustadt) ist 1982 von Karl von Wedel gegründet worden. Mit der Idee für einen Rostkühler, der vorsah, die Luft nicht durch ein Loch vertikal von unten nach oben in den Klinker zu blasen, sondern durch einen krummen Luftschlitz, stieg er in den Markt ein. Durch stetige Weiterentwicklung und den Zukauf von PSP Engineering in Tschechien im Jahr 2003 ist IKN heute in der Lage, das Engineering sowie das komplette Projektmanagement für die Errichtung und Betreuung neuer Kühl- und Ofenanlagen für Zementwerke auf der ganzen Welt zu übernehmen. Dabei wird jede Anlage, unabhängig von der Größe und den lokalen Bedingungen, kundenspezifisch und individuell konstruiert und gefertigt. Über den Umbau des Zementwerks Burglengenfeld sagen die beiden Geschäftsführer: „Das war das größte Projekt, das wir je gemacht haben.“ Die Modernisierung umfasste neben dem Bau eines neuen Wärmetauscherturms zwei neue Rohmühlen, einen modernen Gewebefilter für die Abgasentstaubung, eine hocheffiziente SNCR-Anlage zur Stickoxid-Reduktion sowie einen neuen Klinkerkühler. „Doch wir hatten auf allen Seiten ein sehr konstruktives Team, wodurch es mit der Zeit ein gemeinsames Projekt und am Ende ein gemeinsamer Erfolg wurde“, zeigen sich die Geschäftsführer von der Zusammenarbeit mit HeidelbergCement äußerst angetan. Die IKN GmbH selbst ist ein reines Ingenieurbüro mit rund 150 Mitarbeiter/innen und unterhält neben ihrem Firmensitz in Neustadt am Rübenberge auch Niederlassungen in Tschechien, Indien, den USA und China.

„IKN war schon immer technikfokussiert. Jeder Kühler musste besser sein als der davor.“

Klaas Windmöller

Dabei wissen die beiden Geschäftsführer, die das Unternehmen in zweiter Generation führen und sich seit 43 Jahren kennen, dass auch ihr eigener Führungsstil das Unternehmen stark beeinflusst. Beide achten deshalb auf Menschlichkeit, Vertrauen, Stabilität in der Organisation und eine gesunde Fehlerkultur. „Gerade in letzter Zeit haben wir zum Beispiel vermehrt die jüngere Generation in die Verantwortung genommen und dabei ist uns durchaus bewusst, dass hier und da mal kleine Fehler passieren können. Da ist es wichtig, damit richtig umzugehen, denn wenn Mitarbeiter keine Fehler machen dürfen, wissen sie auch nicht, wo ihre Grenzen sind.“

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Das dreigeschossige Bürogebäude ist seit 2014 Firmensitz und Denkfabrik von IKN.

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Immer im Fokus: Kreativität und Spaß an technischen Lösungen

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Die Vision von IKN: Flexibel bleiben, positive Akzente setzen und den Kunden entsprechende Lösungen bieten.

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Die Grenzen im Großen und Ganzen zu erkennen und flexibel zu reagieren, gehört für die beiden Geschäftsführer selbst fast schon zur Unternehmensphilosophie. „Es ist erstaunlich, wie oft wir uns inzwischen aufgrund verschiedener Vorkommnisse auf der ganzen Welt fragen müssen, ob und wie unsere Geschäftsgrundlage eventuell beeinträchtigt ist und was das jeweils für uns bedeuten könnte“, erläutert Justus von Wedel mit nachdenklichem Blick. „Mit welchen Ideen, Konzepten, Maschinenvorteilen und Argumenten wir uns am Markt durchsetzen, ändert sich dadurch zum Teil dramatisch.“ Und mit Blick in die Zukunft ergänzt Klaas Windmöller: „Dabei hilft nur eine ganze Portion Opportunismus. Für uns ist es wichtig, dass unsere Werkzeuge geschärft und wir flexibel aufgestellt sind, um unseren Kunden entsprechende Lösungen bieten zu können.“

Die Ideen dafür brennen natürlich schon in den Köpfen ihres Teams. „Ein spannendes Thema für die Zukunft ist unter anderem die Verbrennung. In welcher physikalischen, chemischen Zusammensetzung werden Brennstoffe zukünftig bereitgestellt? Welchen Einfluss hat das auf den weiteren Verlauf der Verbrennung?“, fragt Justus von Wedel in den Raum. „Aber auch ein anderer technischer Ansatz ist spannend“, so Klaas Windmöller. „Seitdem wir unsere Prozessrechnungen über Zementwerke optimiert haben, können wir wesentlich mehr analysieren und haben dabei festgestellt, für welche Lücken mittelfristig noch Lösungen gefunden werden können.“ Es bleibt also auf jeden Fall interessant – die nächsten 15 Jahre mindestens.KBa

Links

www.ikn.eu

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