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Das Wohnensemble Riverside bietet exklusives Wohnen am Wasser unweit des Berliner Zentrums.

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

Ausgabe 4/2017Thema: Werte

Nah am Wasser gebaut

Wohnen am Yachthafen

Auf einer Halbinsel im Osten Berlins ist ein attraktives Wohnquartier mit insgesamt 158 Wohnungen entstanden. Die Privatsphäre innerhalb der weiß verputzten Bauten schützen Wohnungstrennwände aus Kalksandstein mit hoher Rohdichte und erhöhtem Schallschutz.

Besser kann eine städtische Lage kaum sein. Eine idyllische Dorfkirche und der Wendenpark zur einen, ein kleiner Yachthafen zur anderen Seite – so eingebettet liegt das Quartier Riverside auf der Stralauer Halbinsel zwischen Spree und Rummelsburger See. Gerade mal sechs Kilometer sind es bis zum Alexanderplatz, der Potsdamer Platz ist acht Kilometer entfernt.

Hier an der Tunnelstraße haben Giorgio Gullotta Architekten aus Hamburg im Auftrag von Klimek & Co. Grundstücksverwaltungen ein Ensemble mit hohem Wohnwert entwickelt. Es ist das zweite Quartier, das die Architekten für die begehrte Wohnlage auf der Halbinsel entworfen haben. Auf dem über 20.000 Quadratmeter großen Grundstück wurden insgesamt 158 Eigentumswohnungen realisiert. Die klassische Form der Baukörper betonen weiße Putzfassaden, große Fensterflächen, umlaufende horizontale Schattenfugen und abgesetzte Sockelzonen. Die Wohnungen sind repräsentativ, gleichwohl haben sie familiengerechte Grundrisse mit bis zu fünf Zimmern von 80 bis 155 Quadratmeter. Von Balkonen oder Terrassen genießen die Bewohner idyllische Ausblicke in den angrenzenden Park, teils bis zum Wasser. Zu den erholsamen Uferbereichen sind es nur wenige Schritte.

Ausführungsplanung und Bauleitung übernahm das Architektur- und Ingenieurbüro nhp Neuwald Dulle aus dem bei Hamburg gelegenen Seevetal. Die Planer wählten für die Bauten großformatige Kalksandsteine des Systems KS-QUADRO. Bei den Wohnungstrennwänden war ursprünglich eine Wanddicke von 17,5 Zentimetern geplant, jedoch entschieden sich Bauherr und Architekten schließlich für eine Wanddicke von 24 Zentimetern und eine Rohdichteklasse von 2,2. So profitieren die Bewohner des Quartiers vom erhöhten Schallschutz zwischen den Wohneinheiten.

Weitere Informationen

Der Name der Tunnelstraße auf der Halbinsel Stralau in Berlin erinnert an einen 454 Meter langen Spreetunnel, der einst Stralau mit dem Stadtteil Alt-Treptow verband und von einer Straßenbahn durchfahren wurde. Bereits ab 1895 war das Bauwerk mittels Schildvortriebverfahren als erster Unterwassertunnel Deutschlands errichtet worden. Ab 1899 verkehrte die Bahn zwischen dem Schlesischen Bahnhof, dem heutigen Ostbahnhof und Treptow. Von 1909 bis 1932 fuhr die Straßenbahnlinie ab Köpenick. Nachdem Risse im Tunnel festgestellt worden waren, wurde der Verkehr eingestellt und der Tunnel gesperrt, anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 nochmals gesichert und für Fußgänger zugänglich gemacht. 1948 ist der Tunnel aus Sicherheitsgründen geflutet worden. 1996 wurde das Bauwerk nochmals untersucht, aber seine Instandsetzung für unwirtschaftlich erklärt, so dass eine erneute Nutzung als Fußgängertunnel nicht mehr in Betracht kam. Inzwischen sind beide Rampen zugeschüttet. Der Name „ Tunnelstraße“ erinnert an das frühere Bauwerk, das für eingleisigen Betrieb ausgelegt war.
Quelle Spreetunnel Stralau-Treptow/Wikipedia

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Weiß verputzte Fassaden, große Fensterflächen mit Holzrahmen, umlaufende horizontale Schattenfugen und abgesetzte Sockel unterstreichen die klassische Form der Baukörper.

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Die gedämmten Außenwände sind mit Kalksandsteinen in Wanddicken von 17,5 Zentimetern in Rohdichteklasse 2,0 aufgebaut. Sie bieten den notwendigen Schallschutz und warten mit einer sehr guten Tragfähigkeit auf. So konnten die Architekten bei ihrer Planung nach Berechnungen des Ingenieurbüros KFP aus Buxtehude auf Betonstützen verzichten und die Bauten bis auf die Fundamente, Decken und Fahrstuhlschächte mit KS QUADRO errichten lassen. „Bis zu sechsgeschossige Bauten können ohne Stahlbetonstützen aus 17,5er Kalksandsteinwänden gemauert werden und dabei die statischen Anforderungen erfüllen“, erläutert die technische Beraterin Undine Hornung von Heidelberger Kalksandstein. „Bei der Schalldämmung kommt es auf die Masse an, zwischen Stahlbeton und Kalksandstein gibt es hier nur wenig Differenz“, meint sie. „Mit Kalksandstein wird die Bauweise bei vergleichsweise hoher Tragfähigkeit recht wirtschaftlich“. Nach dem Einzug ist für die Bewohner in erster Linie die ruhige und angenehme Wohnatmosphäre ausschlaggebend. Das Zusammenspiel von Innenarchitektur und äußerer Erscheinung bildet im Entwurf das große Ganze und wird stetig mit Giorgio Gullotta Architekten abgestimmt. So zeigt sich der hohe Standard der Bauweise auch bei der Innenarchitektur, für die Giorgio Gullotta Architekten edle Parkettböden und hochwertige und zeitlose Designlinien vorgegeben hatten, die von den Bewohnern je nach individuellen Vorstellungen ausgewählt werden konnten.

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Exklusive Wohnlage zwischen Spree und Rummelsburger See.

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GIORGIO GULLOTA ARCHITEKTEN

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„Mit Kalksandstein wird die Bauweise bei vergleichsweise hoher Tragfähigkeit recht wirtschaftlich.“

Undine Hornung, Technische Beraterin

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

Im Außenbereich steht das anspruchsvolle Landschaftskonzept im Einklang mit den Baukörpern und vervollständigt das Quartier. So fügt sich das Wohnensemble Riverside behutsam in die Umgebung zwischen mittelalterlichem Kirchbau und Wassersportanlage ein.

Wie archäologische Funde aus der Steinzeit belegen, gehört die Halbinsel Stralau zu einem der ältesten Siedlungsgebiete auf Berliner Gebiet. Im frühen 19. Jahrhundert entwickelte sich hier mit Gründung der „Gesellschaft zur Förderung des sportlichen Segelns“ der deutsche Segelsport. Vor knapp 100 Jahren wurde aus dem ehemaligen Dorf Stralau ein Teil der expandierenden Großstadt. Bis in die 1980er Jahre war dieser in Teilen industriell geprägt. Heute gehört der Ortsteil zu Friedrichshain-Kreuzberg. Die neuen Quartiere, die zu einem enormen Anstieg der Einwohnerzahl auf der 130 Hektar großen Halbinsel führten, schreiben die Geschichte dieses Ortes fast am äußersten Zipfel der Landzunge auf moderne Weise fort.Susanne Ehrlinger

Objektsteckbrief

Projekt:
Wohnensemble RIVERSIDE, 158 Eigentumswohnungen in 14 Baukörpern, Halbinsel Stralau, Berlin

Bauherr:
Klimek & Co. Grundstücksverwaltungen GmbH, Hamburg

Architekten:
GIORGIO GULLOTTA ARCHITEKTEN, Hamburg (LPH 1–4, Leitdetailplanung und künstlerische Oberleitung) nhp Neuwald Dulle PartG mbB Architektur- und Ingenieurbüro, Seevetal (LPH 5–8, Ausführungsplanung und Bauleitung)

Statik:
KFP Ingenieure PartG mbB Kusserow Frenzel und Partner, Buxtehude

Bauunternehmung:
Schrobsdorff Bau AG, Berlin

Produkte:
KS-QUADRO, großformatiges Bausystem für verschiedene Wanddicken in unterschiedlichen Rohdichten, inklusive QUADRO-Ergänzungssteine und Kimmsteine
Wanddicke 17,5 cm, Rohdichteklasse 2,0: 7.657 m²
Wanddicke 17,5 cm, Rohdichteklasse 2,2: 261 m²
Wanddicke 24,0 cm, Rohdichteklasse 2,0: 1.681 m²
Wanddicke 24,0 cm, Rohdichteklasse 2,2: 4.090 m²

Lieferwerk:
Heidelberger Kalksandstein GmbH, Herzfelde

Auszeichnung:
GERMAN DESIGN AWARD 2017 – Special Mention

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