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Andreas Schnurr ist Director Group Human Resources bei HeidelbergCement

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

Ausgabe 4/2017

Klare Ziele geben Orientierung

Unternehmenswerte bei HeidelbergCement

Werte sind die Grundlage für den Geschäftserfolg. Das wissen Unternehmen, deshalb entwickeln sie Leitbilder. context sprach mit Andreas Schnurr, Director Group Human Resources, über den Wertekanon von HeidelbergCement.

context: HeidelbergCement hat seit der Unternehmensgründung fest verankerte Grundwerte, die in über 50 Ländern geteilt werden. Warum braucht das Unternehmen denn überhaupt ein spezielles Werteverständnis?

Andreas Schnurr: Durch die weltweit gültigen Führungsleitlinien wurde die Voraussetzung für eine einheitliche Führungskultur bei HeidelbergCement geschaffen. Sie definieren ganz konkret die Erwartungen der Unternehmensleitung. Andererseits geben sie den Mitarbeitern die Gewissheit, dass sich Führung im Konzern an festen Grundsätzen orientiert – egal ob in Tansania, den USA, in Russland, Indien oder Deutschland.

c: Unternehmenswerte nur in Hochglanzbroschüren zu drucken bringt wenig – sie müssen im Unternehmensalltag tief verankert und praktisch gelebt werden. Wie entwickle ich eine gute Unternehmenskultur?

Schnurr: Unsere Unternehmenswerte geben eine Richtung vor, in die sich das Unternehmen entwickeln möchte – das geht aber natürlich nur im Einverständnis mit allen Mitarbeitern. Die Vorbildfunktion unserer Führungskräfte spielt hier eine enorm große Rolle. Denken, Sprechen und Handeln sollten im Einklang zueinander stehen. Der Mitarbeiter verhält sich angemessen, wenn er sieht, die Führungskraft tut es auch. Wenn alles zusammenpasst, bildet sich unter den Mitarbeitern das Vertrauen, das im Umgang miteinander die Basis für Engagement und Erfolg ist. Dann identifizieren sich Mitarbeiter mit ihrer Arbeit, sind zufriedener und leistungswilliger, sie sind loyaler gegenüber dem Unternehmen. Nur mit engagierten Mitarbeitern, die bereit sind, sich für die Aufgaben und Ziele des Unternehmens voll einzusetzen, kann HeidelbergCement auf Dauer erfolgreich und wettbewerbsfähig sein, und das über Ländergrenzen und alle Kontinente hinweg.

c: Setzen sich Firmen manchmal zu hohe Ziele, die sie letztlich gar nicht einhalten können? Ist weniger hier mehr?

Schnurr: Man muss realistisch bleiben. Zu ambitionierte oder unpräzise formulierte Ziele funktionieren nicht. Unklare Formulierungen geben keine Orientierung. Außerdem sind Führungswerte natürlich immer nur eine Ausrichtung oder Zielperspektive, an der man sich orientieren soll, die man in der Regel aber nie zu 100 Prozent erreichen wird. Bei HeidelbergCement ist uns das meiner Meinung nach insgesamt gut gelungen. Der Kern dessen, woran wir glauben und was uns erfolgreich macht, haben wir in unseren Führungsleitlinien genau dargestellt.

HeidelbergCement erneuert Nachhaltigkeitsbekenntnis

„Sustainability Commitments 2030“ setzen auf sechs zentrale Handlungsfelder.
„Unser Ziel ist es, im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft zu wachsen. Unsere Sustainability Commitments 2030 werden uns fordern, aber auch dabei unterstützen, neue Sichtweisen zu entwickeln und innovative Lösungen zu finden, um unser Geschäft noch nachhaltiger zu betreiben“, sagte Dr. Bernd Scheifele, Vorstandsvorsitzender von HeidelbergCement, anlässlich der Veröffentlichung der Sustainability Commitments 2030. HeidelbergCement erneuert damit das Bekenntnis zur unternehmerischen Verantwortung und setzt sich ehrgeizige Ziele, die das Unternehmen bis 2030 erreichen will.
Die Sustainability Commitments 2030 lösen das bisher bestehende Nachhaltigkeitsprogramm 2020 ab und erweitern gleichzeitig die Zielsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie: So sollen beispielsweise die Kohlenstoffdioxid-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 30 Prozent reduziert werden, um zur Erreichung des globalen Zwei-Grad-Ziels beizutragen. Außerdem sollen 80 Prozent des Forschungs- und Entwicklungsbudgets für die Entwicklung nachhaltiger Produkte verwendet und so Innovation kontinuierlich vorangetrieben werden. Um die Kreislaufwirtschaft zu fördern, werden natürliche Rohstoffe zunehmend durch Nebenprodukte oder recycelte Materialien substituiert. Auch Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind zentraler Bestandteil der neuen Nachhaltigkeitsstrategie: Die Zahl von Unfällen mit Arbeitsausfall soll auf Null gesenkt werden. „Die Sustainability Commitments 2030 werden ab sofort weltweit im gesamten Konzern umgesetzt“, so Dr. Bernd Scheifele.

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Dank der internationalen Zusammensetzung der Führungsteams bei HeidelbergCement profitiert das Unternehmen von unterschiedlichen Erfahrungen aus verschiedenen Kulturkreisen und ist somit besser in der Lage, sowohl auf globale Herausforderungen als auch auf lokale Marktbedürfnisse flexibel zu reagieren.

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c: Verändern sich Werte mit der Zeit?

Schnurr: Die HeidelbergCement-Unternehmenswerte haben sich über die Jahre weiterentwickelt, ohne sich jedoch grundsätzlich zu verändern. Selbstverständlich ändert sich das Umfeld, in dem wir uns bewegen, und es ändern sich auch die Arbeitsmethoden. Nehmen Sie hier das Stichwort „Digitalisierung“. Da muss man angemessen darauf reagieren. Unsere Wertevorstellung ist im Kern jedoch unberührt von Entwicklungen des aktuellen Zeitgeschehens.

c: Inwiefern sind Unternehmenswerte ausschlaggebend für die Kaufentscheidung von Kunden?

Schnurr: Werte machen ein Unternehmen glaubwürdiger, vertrauenswürdiger und berechenbarer. Ein gutes Wertemanagement sowie authentisch und glaubhaft in der Unternehmenskultur verankerte Werte tragen enorm zur Kundenbindung bei. Immer weniger Kunden schauen allein auf den Preis. Sie achten unter anderem auf Produktionsbedingungen und wie sich ein Unternehmen in ökologischen und sozialen Fragen sowie gegenüber seinen Mitarbeitern positioniert. Werte sind somit ein wichtiges Instrument der Kundenbindung.

c: Neben den Führungsleitlinien hat ­HeidelbergCement auch einen Verhaltenskodex eingeführt. Was ist darunter zu verstehen?

Schnurr: Dieser Verhaltenskodex umfasst freiwillige Ethikregeln, die sich das Unternehmen selbst gegeben hat. Es werden dabei weltweit Mindeststandards definiert, um zu einer guten und transparenten Unternehmensführung zu kommen. Damit gemeint sind allgemeine, für alle Mitarbeiter geltende Verhaltensregeln, beispielsweise zum fairen Umgang miteinander, aber auch konkrete Regeln, beispielsweise, wer im Geschäftsleben welche Geschenke machen oder annehmen darf.

c: Welche Werte rücken Ihrer Meinung nach aktuell verstärkt in den Fokus?

Schnurr: Meiner Erfahrung nach ist das Thema Vertrauen besonders wichtig sowie ein respektvoller Umgang miteinander – auch oder besonders in einer globalisierten Welt mit Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern, mit unterschiedlichsten Hintergründen und Kulturen. Jeder Mensch verdient Respekt, und das ist auch das, was er erwartet. Sonst fühlt er sich nicht nur unwohl, sondern geht auch auf Distanz. In der Regel hat jeder Mensch von sich aus einen guten Wertekatalog. Wer sich am gesunden Menschenverstand orientiert, liegt nicht verkehrt. Und klar ist auch: Fehlverhalten wird nicht geduldet. Ob ein Unternehmen erfolgreich ist und hohe Standards gelten – ethisch und wirtschaftlich – erreichen Sie am Ende nicht über Regelwerke. Sie müssen das leben.Das Gespräch führte Conny Eck

Die Führungsleitlinien von HeidelbergCement

  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit: Vertrauen und Fairness
  • Leistungs- und Ergebnisorientierung: Besser sein als andere – Maßstäbe setzen
  • Kundenorientierung: Größtmöglicher Nutzen für den Kunden
  • Nachhaltige Entwicklung: Verantwortung übernehmen
  • Fach-, Sozial- und Managementkompetenz: Erfolg durch Kompetenz
  • Vorbild: Beispiel sein
  • Kommunikation und Information: Transparenz schaffen
  • Leistungsbereitschaft: Sich und andere begeistern
  • Personalentwicklung: Fordern und fördern
  • Beurteilung und Feedback: Entwicklung und Leistung durch Feedback

Kontakt: Abteilung Global Environmental Sustainability

sustainability@heidelbergcement.com

Links

www.heidelbergcement.com/de/commitments

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