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Schon lange entdecken nicht nur Archäologen den Reiz des Hohle Fels – zahlreiche Besucher genießen die Stimmung in der Höhle – es gibt hier inzwischen sogar kleine Konzerte.

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

Ausgabe 4/2017Thema: Werte

Auf der sicheren Seite

Hessen baut auf Straßenbankette

Solide gebaute Seitenstreifen machen Straßen sicherer; zudem spart die Kommune Unterhaltskosten. Entscheidend sind die Qualität des Baustoffs und der richtige Einbau. Die hessische Landesbehörde für Verkehr, „Hessen Mobil“, ging beim Ausbau der B460 im südhessischen Mossautal auf Nummer sicher und entschied sich für Bankettbeton von Heidelberger Beton.

Ein Lieferwagen und ein Lkw begegnen sich auf einer schmalen Landstraße. Besonders im Kurvenbereich kann das brandgefährlich sein. Kommunen und Straßenbauverwaltungen tun deshalb gut daran, in solchen Abschnitten eine Ausweichmöglichkeit zu schaffen, und die Straße mit einem ausreichend breiten Straßenbankett zu befestigen. Doch welche Lösung ist die beste? Gefragt sind heute nachhaltige Lösungen, die schnell umzusetzen, günstig im Unterhalt und möglichst umweltfreundlich sind. „Genau diese Anforderungen hatten wir im Auge, als wir vor Jahren mit der Entwicklung des Bankettbetons begannen“, schildert Robert Bachmann, Projektmanager Infrastruktur. „Mittlerweile, nach rund 16 erfolgreich abgeschlossenen Projekten quer durch die Republik, können wir sagen: Produkt und Bauweise sind im Markt angekommen.“ Am besten lässt sich Bankettbeton mit einem Offset-Gleitschalungsfertiger einbauen. Auf diese Weise ist der Beton hoch verdichtbar, vor allem aber schnell und variabel in Breite und Tiefe sowie in der gewünschten Dichte zu verbauen. Zwar gebe es für die Bauweise noch kein technisches Regelwerk: „Wir sind aber gerade dabei, unter Beteiligung der Behörden und unter Einbeziehung all der Erfahrungen, die wir bislang bei den Projekten gesammelt haben, ein solches Dokument zu erstellen. Das wird den verantwortlichen Verkehrsbehörden die Entscheidung erleichtern“, betont Bachmann. Er ist davon überzeugt, dass mit Einführung des technischen Regelwerks die Verbreitung der Bauweise nochmals wesentlich gepusht wird.

Bankettbeton – eine Win-Win-Lösung für alle

  • Mehr Verkehrssicherheit
  • Hohe Festigkeit und Dauerhaftigkeit, dadurch geringer Unterhaltsbedarf
  • Hervorragende Versickerungsleistung durch große Drainagewirkung
  • Einbaudicke und Baustoffeigenschaften individuell an Verkehrsbelastung und Gegebenheiten vor Ort anpassbar

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

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Bankette bilden bei den meisten außerörtlichen Straßen den seitlichen Abschluss der Fahrbahn und schließen somit direkt an den Rand- bzw. Seitenstreifen an.

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

Pioniere gehen voran
So lange wollen manche Kommunen aber nicht warten und setzen die Methode bereits heute ein. Wie die Verantwortlichen von Hessen Mobil: Sie haben auf einer Informationsveranstaltung von der Bauweise erfahren und wollten sie im Zuge der Fahrbahnsanierung der B460 zwischen Hüttenthal und Marbach auf einem 300 Meter langen und kurvenreichen Teilstück ausprobieren. „Wenn man mit der nötigen Sorgfaltspflicht herangeht, sind Umgang und Einbau des Baustoffs kein Hexenwerk“, versichert Bachmann. Gerade für Bankettbeton-Neulinge empfiehlt er aber einen Testlauf, um im Ernstfall einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die für die Bauausführung verantwortliche Firma Eurovia ist gerne auf dieses Angebot eingegangen. „So konnten wir zwei Wochen vor Baubeginn auf dem Werksgelände der Firma aus Michendorf bei Potsdam eine rund 40 Meter lange Teststrecke betonieren und eine Feinjustierung der Maschinentechnik vornehmen, um einen bestmöglichen Ablauf zu gewährleisten “, erzählt Bachmann.

Die beim Testlauf gewonnen Erfahrungen waren letztlich der Garant für den Erfolg des Projekts. Das Zusammenspiel der beteiligten Firmen – neben Eurovia waren dies die Firma Schnorpfeil und der Betonlieferant, die Heidelberger Beton Kurpfalz GmbH & Co. KG – klappte hervorragend. Die Bankettstrecke wurde an einem Tag eingebaut. „Bei eingespielten Teams sind 1.000 bis 1.500 Meter Einbaustrecke an einem Tag zu schaffen. Das hängt wesentlich von der Breite und Tiefe des verbauten Banketts ab.“

„Heidelberger Bankettbeton ist im Markt angekommen.“

Robert Bachmann

Ein besonderes Rezept
Zu beachten ist beim Einbau die spezielle Konsistenz des Bankettbetons. Es handelt sich bei diesem Drainagebeton um eine besonders wasserarme Rezeptur, die vergleichsweise schnell ansteift. „Deshalb waren die extrem lange Anfahrtszeit von 50 Minuten vom Werk in Neckarsteinach bis zum Einsatzort im Odenwald sowie die hohen Temperaturen an diesem Tag schon eine Herausforderung für das Team und erforderten ein zügiges Arbeiten“, erläutert Bachmann.


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Auch schmale Straßen und öffentliche Wirtschaftswege leiden unter zunehmendem Verkehr, der die Bankette stark schädigt. Die Befestigung der Seitenstreifen mit Bankettbeton ist ein idealer, dauerhafter Problemlöser.

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

In der besonderen Rezeptur des Bankettbetons liegt aber zugleich auch das Erfolgsgeheimnis. Dem Beton ist ein kolloidales Additiv zugesetzt, das im Wesentlichen zwei Funktionen hat: Zum einen verklebt das Zusatzmittel den Splitt mit dem Zementleim optimal. So wird verhindert, dass der Zementleim beim Einbau mit dem Offset-Gleitschalungsfertiger durch die starke Vibrationsverdichtung nicht von den Splittkörnern abläuft. Sprich, der Beton entmischt sich durch den Druck nicht, sondern die Zusammensetzung bürgt für eine gleichmäßige Konsistenz und Festigkeit. Zum anderen hat der ausgehärtete Bankettbeton einen extrem hohen Frost-Tausalz-Widerstand, der den Eigenschaften eines XF4-Betons gleichkommt. Diese Eigenschaften bürgen letztlich für den hohen Nachhaltigkeitswert des Bankettbetons. Er ist versickerungsfähig und durch die gebundene Bauweise sind die Unterhaltskosten sehr viel geringer als dies bei herkömmlicher Bauweise der Fall wäre. Diese Argumente haben letztlich auch die Verantwortlichen von Hessen Mobil überzeugt. Dem Testlauf an der B460 folgte Wochen später ein größeres Projekt: In der Nähe der nordhessischen Stadt Rhünda wurde ein 4,5 Kilometer langes Teilstück der B253 mit stabilem Bankettbeton befestigt. Die Verantwortlichen wollten eben auf der sicheren Seite sein.Dr. Georg Haiber

Objektsteckbrief

Projekt:
Heidelberger Bankettbeton – das Original, B460, Mossautal/Odenwald

Bauherr:
Hessen Mobil

Ort:
B460 Hüttenthal – Marbach

Bauleitung:
Eurovia Beton

Zulieferer Bankettbeton:
Heidelberger Beton Kurpfalz GmbH & Co. KG, Neckarsteinach

Zement:
CEM I 32,5R, HeidelbergCement – Werk Leimen, Verbaute Betonmenge: 50 m3

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