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Ausgabe 4/2016Thema: Stille

Heimathafen

HeimathafenWohnquartier

Der Hafen in Offenbach entwickelt sich zu einem begehrten Stadtquartier. Auf der Hafeninsel bieten nun neun Punkthäuser optimale Sichtbezüge zum Wasser. Geräusche von außen oder aus benachbarten Wohnungen sind in den mit Kalksandstein KS-QUADRO gemauerten Häusern kein Thema.

Viele Städte nutzen ehemalige Hafengebiete, die nicht mehr als industrielle Umschlagplätze gebraucht werden, für die Entwicklung attraktiver Quartiere am Wasser. In Offenbach, im Herzen einer Metropolregion, realisierte der Projektentwickler Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG auf einer Halbinsel im Main – nur 1,5 Kilometer vom Offenbacher Zentrum entfernt – das Wohnprojekt Hafengold. „Work-Life-Balance ist hier kein Konzept, sondern Lebensart“, wirbt die Website für die neun hochwertigen Bauten auf der Hafeninsel. Ein Konzept, das aufgeht, denn für alle 151 Eigentumswohnungen wurden schon Käufer gefunden. Für das gesamte Areal des früheren Industriehafens hat die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH gemeinsam mit der Stadt Offenbach einen ausgewogenen Mix von Wohnen und Arbeiten, Bildung, Kultur und Freizeit konzipiert.

Alle tragenden Wände – auch die Wohnungstrennwände der Häuser – wurden mit Mauersteinen KS-QUADRO von Heidelberger Kalksandstein erbaut.

Weitsichtig berücksichtigte man dabei ökologische wie soziokulturelle Aspekte. So wurde der Hafen Offenbach dann auch von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) 2011 mit Gold in der Kategorie Stadtquartier Neubau vorzertifiziert, eine Auszeichnung, die aktuell europaweit erst sieben Stadtviertel erreichten. Auch die einzelnen Bauten müssen sich an Kriterien der Nachhaltigkeit orientieren. Die Wohngebäude des Projekts Hafengold wurden als Niedrigenergiehäuser geplant und haben einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 55 Prozent eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV 2009. Für sein Bauvorhaben holte sich der Bauträger ein in Sachen Energieeffizienz versiertes Büro ins Boot. Seit Jahren ist es Ziel des international agierenden Architekturbüros Fischer Architekten, seinen Auftraggebern innovative und ressourcenschonende Materialien, Bautechniken und Konstruktionsmethoden zu vermitteln.

Beim Projekt Hafengold konnten durch eine intelligente Grundrissorganisation alle der Zwei- bis Vierzimmer-Etagenwohnungen mit Flächen zwischen rund 66 und 125 Quadratmetern Richtung Süden ausgerichtet werden. Entsprechend bieten auch die 91 und 188 Quadratmeter großen Penthousewohnungen mit ausgedehnten Dachterrassen traumhafte Aussichten. In den Erdgeschosswohnungen wiederum profitieren die Bewohner von privaten Gärten. Die Einheiten verfügen über lichte Raumhöhen von 2,60 bis zu 2,70 Metern und sind in überschaubar großen Eigentümergemeinschaften zusammengefasst.

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Vorgelagerte, großzügige Loggien schaffen einen geschützten Außenbereich mit Aussicht auf den Hafen.

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© Eyal Pinkas (Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG)

Alle tragenden Wände – auch die Wohnungstrennwände der Häuser – wurden mit Mauersteinen KS-QUADRO von Heidelberger Kalksandstein erbaut. Der massive Baustoff bietet nicht nur Wohnbehaglichkeit. Seine guten bauphysikalischen Eigenschaften sorgen auch für guten Schallschutz, der in einem anspruchsvollen Wohnbau mit unterschiedlichen Bewohnern besonders wichtig ist. Während außen das Leben pulsiert, entlang des Mains gejoggt, geradelt und flaniert wird, Studenten an der Bootspromenade ihre Erfahrungen austauschen und sich der Horizont bis zur Frankfurter Skyline weitet, bilden die einzelnen Wohnungen mitten im urbanen Treiben einen ruhigen Rückzugsort. „Bodentiefe Fensterelemente bieten interessante Ausblicke und sorgen für das angenehme Gefühl von Freiheit“, erläutert Thomas Dorant, Geschäftsführer der Deutsche Wohnwerte, das Konzept von Hafengold.

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Neun Punkthäuser bieten durch eine versetzte Anordnung optimale Sichtbezüge zum Wasser.

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Alle Bauten wurden mit Kalksandsteinen KS-QUADRO realisiert.

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Der Bauherr ließ seinen Wohnungsbau schlüsselfertig ausführen. Für den Rohbau nutzte die Arge Hafengold, bestehend aus der Zechbau GmbH und der Adolf Lupp GmbH + Co. KG, das Baukasten-System KS-QUADRO. Über 11.500 Quadratmeter, das sind knapp 2.000 Kubikmeter Kalksandstein, ließ Bauleiter Matthias Lipp vom Bauunternehmen Adolf Lupp aus Nidda binnen eines Jahres mit einem Mauerkran vermauern. Mit Kimmsteinen, die in unterschiedlichen Höhen als Bauteil zur Systemergänzung dienen, glichen die Maurer Höhenunterschiede aus. Das hierfür erforderliche 23 Zentimeter hohe KS-Format wurde für dieses Projekt als Sonderproduktion gefertigt. In den Nebenräumen der Untergeschosse und in den Tiefgaragen zeigen die hellen Kalksandsteine teilweise unverputzt die Struktur des Mauerwerks. An den Fassaden wurden sie verputzt oder mit einer lebendigen Klinkerfassade verblendet. Entspannung im urbanen Umfeld bietet auch die Grünanlage vor der Haustür, die das Ensemble umrahmt. Mit raffinierten Pflanzungen und verschiedenen Bodenbelägen werden private und öffentliche Zugänge voneinander getrennt. Last, not least unterstreichen hohe Gräser den maritimen Charakter der Wohnbebauung am Wasser und bieten geschützte Räume im Grünen.Susanne Ehrlinger

Zusätzliche Informationen

Kalksandstein und Schallschutz

Wände aus Kalksandstein bieten hervorragende Eigenschaften, um den gewünschten Schallschutz zielsicher zu erreichen. Entgegen der weitverbreiteten Meinung kommt es beim Thema Schallschutz nicht unbedingt auf die Wanddicke an. Vielmehr wirkt sich die Rohdichte des Baumaterials, also das Gewicht (die Masse) der Wand, darauf aus, wie hoch die Schallübertragung ist und wie viel „Lärm“ auf der andern Seite ankommt. Kalksandstein verfügt über übliche Steinrohdichteklassen (RDK) von 1,6 bis 2,0 und ist somit deutlich schwerer als Leichtbaumaterialien wie Porenbeton oder Leichthochlochziegel, die Rohdichten von 0,4 bis 0,8 aufweisen. So bieten schwere, massive Mauerwerkswände aus Kalksandstein bei gleicher Dicke erheblich mehr Schallschutz. Infos zu den Regelwerken: www.heidelberger-kalksandstein.de/de/planung/bauphysik

Bemerkungen zur Bemessung nach DIN 4109

Bei der Bemessung des Schallschutzes war es in der DIN 4109, die den Schallschutz im Hochbau und folglich die verschiedenen Nachweisverfahren für den Schallschutz im Baugenehmigungsverfahren regelt, Tradition, im Massivbau die Schallübertragung über Nebenwege nicht gesondert zu betrachten. Der unterschiedliche Stand der aktuellen Vorschriften ist für die Planungspraxis ein äußerst unbefriedigender Zustand und es wäre wünschenswert, dass eine Harmonisierung zwischen den verschiedenen Regelwerken und Empfehlungen erfolgen würde. Da dies in absehbarer Zeit jedoch nicht zu erwarten ist, werden für Gebäude aus Kalksandstein Empfehlungen gegeben, die für die privatrechtliche Vereinbarung des Schallschutzes herangezogen werden können. Gegenüber den zuvor beschriebenen Regelwerken weisen sie den Vorteil auf, dass sie die Leistungsfähigkeit der konkreten Bauweise widerspiegeln und durch einen in der Regel wahrnehmbaren Unterschied zum Mindestschallschutz eine möglichst hohe Rechtssicherheit bieten.

Projektentwickler und Bauträger mit Sitz in Heidelberg

Die Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG ist ein Beteiligungsunternehmen der Zech Group aus Bremen und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Eine der Kernkompetenzen der Deutschen Wohnwerte liegt in der vermarktungsfähigen Projektentwicklung von hochwertigen Wohnimmobilien. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf wohnwirtschaftlichen Quartiersentwicklungen. Zum Selbstverständnis des Unternehmens gehört es, hohe Anforderungen an die Architektursprache, die Bauqualität, die Ausstattungsmerkmale sowie an eine ökologische, wohngesunde und energiesparende Bauweise zu stellen.

Lärmschutz - Schallschutz

Lärm mache krank, so das Umweltbundesamt UBA, mindere das Wohlbefinden von Menschen, reduziere Immobilienpreise und Einnahmen von Kommunen und verursache allein in Deutschland jährlich mehrere Milliarden Euro Folgekosten. Lärmquellen gibt es viele: Straßenverkehr, Fluglärm, Geräusche der Nachbarn. Gemein haben sie, dass der Lärm in verschiedenen Ausprägungen meist als störend empfunden wird. Drei von vier Menschen in Deutschland fühlen sich laut UBA durch Lärm gestört oder belästigt. Vor allem in Städten und großen Ballungsräumen ist Lärm eines der größten Umwelt- und Gesundheitsprobleme. Der Straßenverkehr gilt als Hauptlärmquelle, gefolgt vom Schienen- und Luftverkehr. Hier sind Maßnahmen gefordert, die zur Lärmreduktion beitragen. Doch auch bei der Realisierung eines Hochbauprojekts ist entsprechender Schallschutz wichtig, damit Geräusche von außen und innerhalb eines Gebäudes nicht übertragen werden. Kalksandstein leistet hier einen wichtigen Beitrag.

Objektsteckbrief

Projekt:
Wohnprojekt Hafengold, Offenbach a.M., 9 Punkthäuser mit Niedrigenergiestandard

Bauherr:
Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG

Architekten:
Fischer Architekten GmbH, Mannheim – Köln – Berlin – Dubai

Bauunternehmen:
Arge Hafengold, bestehend aus Zechbau GmbH, NL Frankfurt, und Adolf Lupp GmbH + Co. KG, Nidda

Produkte:
11.540 m2 Kalksandstein KS-QUADRO (1.993 m3) mit Kimmsteinen (Sonderproduktion 23 cm hoch) von der Heidelberger Kalksandstein GmbH

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