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Produktion und Montage der Betonsandwichelemente von der Firma Dressler aus Aschaffenburg. Für den Bau der Betonfertigteile kam der Schnellbeton Chronocrete X zum Einsatz – geliefert von der Heidelberger Beton Aschaffenburg GmbH & Co. KG.

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

Ausgabe 4/2015Thema: Unterschied

Internationale Innovationsschmiede

Neues HTC-Gebäude für HeidelbergCement

Mit einer neuen Zentrale des HeidelbergCement Technology Centers bündelt das Unternehmen ab 2016 konzernweite Aktivitäten in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Geologie und Rohstoffe, Anlagenbau, operative Werksunterstützung und Verfahrenstechnik.

Aus sechs mach eines: Auf dem Gelände an der Rohrbacher Straße in Leimen, direkt neben dem Portland Forum und gegenüber dem Zementwerk, baut HeidelbergCement derzeit ein neues Gebäude für das HeidelbergCement Technology Center (HTC). Mit dem Neubau soll die Zusammenlegung der bisher auf sechs Standorte verteilten HTC-Abteilungen mit Anbindung an das bestehende Laborgebäude der deutschen Entwicklungsabteilung und eine Lagerhalle erfolgen. So schafft der Konzern die Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Forschung und Entwicklung sowie eine verbesserte Kommunikation. Hinzu kommt, dass die Anzahl der HTC-Mitarbeiter in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen ist – Tendenz steigend. Aktuell gibt es in Leimen 140 Arbeitsplätze im HTC. Ab Mitte 2016 werden sich dort rund 170 Spezialisten aus aller Welt zentralen Ingenieurs- sowie Forschungs- und Entwicklungsaufgaben widmen und unter anderem nach umweltschonenden Herstellungsverfahren und Baustoffen forschen.
Für den HeidelbergCement-Vorstandsvorsitzenden Dr. Bernd Scheifele ist der Neubau ein wichtiges Signal für die Zukunft: „Wir wollen mit unserem neuen Labor- und Bürogebäude ein Leuchtturmprojekt für die Forschung in unserer Industrie schaffen. Heute sind in zunehmendem Maße innovative Produkte und Anwendungen für das Bauen der Zukunft gefragt, die den steigenden Anforderungen in Sachen Schnelligkeit, Ressourcen-Effizienz und Nachhaltigkeit gerecht werden. Mit unserem neuen Forschungszentrum soll ein attraktiver und anregender Campus für die Forscher und Mitarbeiter von ­HeidelbergCement entstehen.“
Auch die Vielfältigkeit und Ästhetik der eigenen Baustoffe soll mit dem neuen Gebäude gezeigt werden: Unter anderem wird die Sichtbetonschale der Sandwich-Fassadenkonstruktion mit von ­HeidelbergCement geliefertem Zement gefertigt. Und auch im Inneren wird viel Wert auf die Gestaltung und den innovativen Einsatz der eigenen Produkte gelegt: So werden beispielsweise der Eingangsbereich und die allgemein zugänglichen Aufent-haltsbereiche mit Sichtbeton gestaltet und die Betondecken in den Bürobereichen mit einer oberflächennahen Betonkernaktivierung geheizt und gekühlt. Im Eingangsbereich wird außerdem CemFlow als Sicht-estrich eingebaut. Der Keller wird in klassischer Betonbauweise erstellt. Ab dem Erdgeschoss werden die Außenwände als Betonsandwichelemente von der Firma Dressler aus Aschaffenburg geliefert und montiert. Für den Bau der Betonfertigteile kam der Schnellbeton Chronocrete X zum Einsatz, dessen Festigkeit nach zwölf Stunden 18 N/mm² beträgt – geliefert von der Heidelberger Beton Aschaffenburg GmbH & Co. KG. Die Treppenhäuser mit Aufzugsschächten, die Stützen und die Decken werden parallel dazu in Ortbetonbauweise betoniert.
„Mit dem Anschluss des Neubaus an Fernwärme ergibt sich für HeidelbergCement außerdem eine komfortable und sichere Lösung, um die eigenen Anforderungen an eine klimaschonende Wärmeversorgung zu erfüllen“, erklärt Dr. Wolfgang Dienemann, Direktor Global Research & Development. „Mit der Fernwärme aus Heidelberg, die verstärkt auf erneuerbare Energien baut, setzen wir auf eine Zukunftsenergie für unseren Standort.“

Das HeidelbergCement Technology Center

Die HeidelbergCement Technology Center GmbH (HTC) wurde 1996 mit dem Ziel gegründet, die zentralen Ingenieurs- sowie Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von HeidelbergCement zusammenzuführen. Seitdem ist das HTC gewachsen und hat sich organisatorisch an die Veränderungen im Unternehmen angepasst. Heute befindet sich in Leimen der Sitz sowohl des für die Konzernregion Zentraleuropa-Zentralasien zuständigen ­HeidelbergCement Technology Centers als auch für das HTC Global, in dem seit 2010 die konzernübergreifenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen Zement, Beton und Zuschlagstoffe sowie Anlagentechnik konzentriert sind. Dieser Zusammenschluss ermöglicht HeidelbergCement einen verbesserten internationalen Know-how- und Technologietransfer sowie den weltweiten Ausbau der Kontakte zu den Landesgesellschaften und die zentrale Steuerung der Netzwerke. So hat das HTC beispielsweise viele der in Deutschland entwickelten Produkte und Produktideen aufgegriffen und für andere Länder nutzbar gemacht.

Um die Forschungsaktivitäten am Standort Leimen weiter ausbauen zu können, fehlten in den letzten Jahren insbesondere ausreichend Laborkapazitäten. Deshalb hat sich HeidelbergCement für einen Neubau auf dem unternehmenseigenen Grundstück am Oberklamweg entschieden. Ende 2013 wurde ein Architektenwettbewerb für das neue Büro- und Laborgebäude ausgelobt. Der siegreiche Entwurf des Kasseler Büros HHS Planer + Architekten AG überzeugte durch seine kompakte Bauweise und die direkte Anbindung an das bereits vorhandene Gebäude der deutschen Entwicklungsabteilung mit dem Betonlabor im Leimen. Dies ermöglicht eine noch engere Zusammenarbeit, fördert den Ideenaustausch und schafft Synergien. Der Neubau wird auf einer Nutzfläche von rund 7.200 Quadratmetern Platz für 170 Arbeitsplätze, Labor- und Büroräume sowie Lagerflächen bieten.Conny Eck

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