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Im Bild von links: Pierre Fehr, Geschäftsführer Fehr Technologies; Laurent Heintz, Betriebsleiter Standort Waghäusel-Wiesental; Christian Filsinger, Vertriebsleiter Deutschland Fehr Technologies

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

Ausgabe 4/2015Thema: Unterschied

Das Beste aus Beton

Die Firma Fehr im Porträt

Das französische Familienunternehmen Fehr stellt Transportbeton und Betonfertigteile her. Doch Fehr kann noch weit mehr als das: Die Firma bietet Komplettlösungen für den Bau und liefert ihren Kunden alles aus einer Hand.

Der Anfang war einfach und bescheiden: Vor über 50 Jahren begann die Geschichte der Fehr-Unternehmensgruppe – damals im Jahr 1960, als der Zimmermeister Albert Fehr im elsässischen Reichshoffen sein eigenes kleines Bauunternehmen gründete. Nicht zuletzt die Ungeduld von Albert Fehr – ihm gingen die Betonarbeiten auf der Baustelle nicht schnell genug – war Auslöser dafür, dass sich das Unternehmen von da an schnell und stetig entwickelte. Treibende Kraft dabei war die frühe Spezialisierung auf moderne Beton-Technologien. Gemäß des Fehrschen Mottos: „Wir können Beton“ präsentiert sich das Unternehmen heute mit den vier Geschäftsbereichen Technologies, Béton, Logistique + Services und Construction als ein Anbieter für Komplettlösungen, der alles aus einer Hand liefert.

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Fünf Geschwister – zwei Schwestern und drei Brüder – führen das Unternehmen heute in zweiter Generation. „Alle fünf haben ihren Platz in der Firma gefunden“, erklärt Pierre Fehr, der als Direktor an der Spitze der Fehr-Gruppe steht. „Jeder in seinem Fach und jeder zur Unterstützung des anderen.“ Familienzusammenhalt wird groß geschrieben. Nicht zuletzt ist der Erfolg von Fehr und seine dynamische Entwicklung das Ergebnis eines werteorientierten Denkens, Lebens und Arbeitens. „Tradition, Innovationskraft, Serviceorientierung, Umweltverantwortung und ganz besonders die Kunden-Zufriedenheit: Das sind Werte, für die wir stehen. Werte, die unsere 600 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland und der Schweiz täglich leben“, sagt Pierre Fehr. Dazu gehört auch, dass das Unternehmen seinen kaufmännischen und technischen Nachwuchs im eigenen Hause ausbildet.

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Schnell, effizient und unkompliziert: Fehr Technologies liefert aktuell an zehn verschiedene Standorte in Stuttgart insgesamt rund 16.00 Quadratmeter Fehr-Doppelwände zum Bau von Flüchtlingsunterkünften.

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Fehr Technologies

Mit dieser Philosophie ist das Unternehmen zu einem führenden Anbieter modernster Bau- und Beton-Technologie mit neun Betonwerken, vier Betonfertigteilwerken, starker Logistik und breiter Bau-Kompetenz gewachsen. Pfiffige Neuentwicklungen, die Kosten sparen und die Unfallgefahr vermindern, tun ihr übriges. „Immer wieder neue Dinge auszuprobieren, zu experimentieren und zu tüfteln – das ist ein wichtiges Leitmotiv für uns“, so Fehr. „Als Mittelständler muss man Ziele und Visionen haben, diskret bleiben und der Welt Tatsachen präsentieren.“ Eine davon ist die 1990 in Frankreich eingeführte Betondoppelwand, mit der das Unternehmen zunächst Vorreiter auf dem dortigen Markt war. 2009 brachte Fehr eine weitere Innovation auf den französischen Markt: eine Doppelwand, in die eine fünf bis 18 Zentimeter starke Dämmung integriert ist und die – ebenso wie die Version ohne Dämmung – in Sichtbetonqualität hergestellt wird. „Unsere vorgefertigten Elemente sind speziell bei Innenstadtprojekten bestens einsetzbar. Sowohl im Neubau als auch bei der Modernisierung – auch in Bezug auf Umwelt-, Erdbeben- und Schallisolierungsnormen“, so Pierre Fehr. „Selbstentladende Lkw-Innenlader bieten größtmögliche Flexibilität in der Baustellenbelieferung. Alles in allem: weniger Lärm, Zeitaufwand und somit weniger Kosten.“


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Neben dem Ziel, Produkte und Services effizienter zu gestalten, liegt Fehr der Umweltschutz am Herzen. Der Wunsch nach der Vereinbarkeit von Indus-trie und Natur zeigt sich schon an den Standorten des Unternehmens. Das Werksgelände der Firmenzentrale in Bischwiller ist umgeben von Wiesen, ein kleiner See liegt idyllisch neben den Produktionshallen und dem Verwaltungsgebäude. Alle Standorte sind so gewählt, dass Abbaustätten und Produktion nahe beieinander liegen und somit auch die Betonherstellung noch umweltverträglicher erfolgen kann. Statt Lkw transportieren Förderbänder die Gesteins- und Sandkörnungen vom benachbarten Kieswerk ins Betonwerk. Von der Mischanlage wird der Beton direkt per Kübel in die Fertigteilproduktion gebracht. „So gewährleisten wir einen CO2-freien Produktionsprozess. Dafür haben wir in Frankreich schon vor 15 Jahren den Umweltpreis im Betonfach bekommen“, so Pierre Fehr. Geothermie sowie Photovoltaikanlagen auf den Werken tun ihr Übriges.
Hohen Stellenwert hat bei Fehr auch die Arbeitssicherheit: „Für uns heißt das: Einfachheit auf der Baustelle“, erklärt Christian Filsinger, Vertriebsleiter Deutschland der Fehr Technologies Deutschland GmbH & Co. KG mit Sitz in Waghäusel-Wiesental. „Wir setzen auf Systeme, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. In unserem eigenen Zubehör-Katalog bieten wir fachgerechte Ausrüstung an, so dass der Kunde Montageleitern mit Absturzkörben, Seile oder Kettenzüge passend zu seiner Anforderung dazu bestellen kann. Das findet man im deutschen Markt so nicht.“
Auch in Zukunft hat Fehr den Anspruch, ein Vorreiter bei Produkten und Kundenservice zu sein: „Wir sind stolz, dass wir unseren Kunden jeden Tag Lösungen anbieten können“, so Pierre Fehr. Dabei setzt er auf schlanke Strukturen und flache Hierarchien im Unternehmen und zeigt somit vollstes Vertrauen in seine Angestellten. „Wir entwickeln die Firma mit unseren Mitarbeitern und die Mitarbeiter entwickeln sich mit der Firma“, so Fehr. „Mit einer guten Mannschaft kann man nur gewinnen.“Conny Eck

Die Fehr Groupe

Ein Unternehmen, vier Geschäftsbereiche, viermal Kompetenz in Bau und Beton: Fehr Béton stellt im Jahr rund 300.000 Kubikmeter Transportbeton her sowie verschiedene Mörtel und Estriche. Die Fertigteilproduktion wird im Geschäftsbereich Fehr Technologies gebündelt, zu dem auch ein eigenes Entwicklungs- und Planungsbüro gehört. Rund 750.000 Quadratmeter Wände und rund 700.000 Quadratmeter Decken in unterschiedlichsten Oberflächenausführungen werden im Jahr produziert. Der Bereich Fehr Logistique + Services wickelt die Logistik rund um die Baustelle ab und vermietet Baumaschinen aller Art: Von Lkws über Bagger bis hin zu Betonpumpen. Zudem betreibt Fehr eine eigene Lkw-Flotte und ein Schiff zum Transport von Zuschlagstoffen. Bis zu 3.500 Lkw-Fahrten können dadurch im Jahr eingespart werden. Der vierte Bereich ist Fehr Construction, eine Art Bau- und Beratungsabteilung, die Kunden bei der Abwicklung anspruchsvoller Projekte unterstützt. Fehr beliefert neben Frankreich vor allem die Schweiz, Deutschland und Luxemburg.

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