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Die Firma Braun beliefert die Erweiterung der Kläranlage Forchheim mit Beton. Die Maßnahmen umfassen den Bau von zwei Belebungsbecken sowie zwei Nachklärbecken.

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

Ausgabe 3/2017Thema: Detail

Beton in den Adern

Porträt der Teninger Firma Braun

Seit über 60 Jahren ist das Transportbetonunternehmen Braun eine feste Größe im Großraum Freiburg. Sein Erfolgsrezept sind seit jeher die unerschöpfliche Neugierde und die Menschen, die für das Unternehmen arbeiten.

Wo Braun draufsteht, ist auch Braun drin“, sagt Rüdiger Braun, Eigentümer der Adolf Braun KG Kies- und Transportbetonwerke mit Hauptsitz in Teningen. Und das gilt mittlerweile für viele weitere Geschäftsfelder des umtriebigen Unternehmers. Was er anpackt, wird erfolgreich. Doch von vorne: Eigentlich fing alles einmal mit Natursteinmauern an. Vor über 60 Jahren legte Rüdiger Brauns Vater Adolf mit seiner Tiefbaufirma den Grundstein für das heutige Transportbetonunternehmen. Ins elterliche Baugeschäft einsteigen wollte er einst als Zweitältester von fünf Brüdern nicht. Lieber gründete er mit einem Barvermögen von drei Pfennigen ein eigenes Bauunternehmen mit dem Schwerpunkt Spezialarbeiten. So wirkte Adolf Braun am Bau vieler Brücken der Rheintallinie, an der Staumauer des Schluchsees und an zahlreichen Stützmauerwerken im Höllental mit. 1963 spezialisierte sich Braun auf die Herstellung von Beton und Kies und gründete sein erstes Betonwerk am Schluchsee. Hinzu kamen bis heute weitere Transportbetonanlagen in Breisach, Himmelreich, Teningen und Kenzingen, die in fast dritter Generation unter seinem Namen firmieren. Seit jeher ist das Transportbetonunternehmen Braun eine feste Größe im Großraum Freiburg.

Erweiterung Kläranlage Forchheim

Aktuell liefern die Adolf Braun KG Kies- und Transportbetonwerke rund 15.000 Kubikmeter Beton für die Erweiterung der Kläranlage Forchheim. Zu diesem Zweck wurde dem Unternehmen temporär erlaubt, ein mobiles Transportbetonwerk direkt in das nur ein Kilometer von der Baustelle entfernte eigene Kieswerk zu installieren. Den Zement für das Bauvorhaben liefert die HeidelbergCement AG aus dem Werk Leimen.

Basis der Erfolgsgeschichte sind die Menschen, die für die Firma Braun arbeiten.

1982 ist Rüdiger Braun nach seinem BWL-Studium in die Firma eingestiegen und führt die Unternehmensgruppe seit 1985 eigenständig. Unterstützung erfährt er mehr und mehr von seiner jüngsten Tochter Valerie, angehende Bauingenieurin, die genau wie ihr Vater die Leidenschaft für das Bauen in die Wiege gelegt bekommen hat. „Es fließt Beton in den Adern unserer Familie“, so Rüdiger Braun. „Ich bin von klein auf hineingewachsen, da war es selbstverständlich, dass man ins elterliche Geschäft einsteigt.“

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Die Leidenschaft fürs Bauen im Blut: Rüdiger Braun, Eigentümer der Adolf Braun KG Kies- und Transportbetonwerke, Tochter Valerie Braun und Betriebsleiter Hansjörg Lorenz.

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Brauns ganzer Stolz: Ein mobiles Transportbetonwerk direkt im eigenen Kieswerk in Kenzingen.

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Stetige Weiterentwicklungen, gute Ideen und mutige Entscheidungen brachten die Firma voran, aber die Basis der Erfolgsgeschichte sind die Menschen, die in den vergangenen Jahrzehnten für die Firma Braun tätig waren und noch heute für das Unternehmen arbeiten. „Wir sind einfach ein starkes Team“, so der Firmeninhaber. „Hier steht jeder für den anderen ein. Ich kann mich auf meine Mitarbeiter als Profis in ihrem jeweiligen Bereich verlassen, und sie sich auf mich“, so Braun weiter. „Unsere Mischmeister bleiben bei uns bis zum Rentenalter, und das ist in der heutigen Arbeitswelt nicht immer selbstverständlich.“

„Neue Projekte halten mich geistig beweglich.“

Rüdiger Braun

Seit vielen Jahren besteht eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Braun und seinen hauptsächlich mittelständischen Kunden. „Die Zusammenarbeit ist geprägt von Teamgeist, Flexibilität und einem freundschaftlichen Miteinander aller Beteiligten“, weiß Hansjörg Lorenz, der als Betriebsleiter seit über 30 Jahren die Geschicke des Unternehmens am Standort Teningen leitet. „Wir sind ein Familienbetrieb, mit kurzen Wegen zum Chef, wenn der Kunde Fragen oder Wünsche hat. „So haben wir uns in den letzten 50 Jahren einen entsprechenden Ruf erarbeitet: vielseitig, zuverlässig und, wenn´s klemmt, auch mal unbürokratisch“, beschreibt er das Selbstverständnis des Unternehmens. „Viele Geschäftsbeziehungen bestehen schon seit 30 bis 40 Jahren“, so Lorenz. „Lieferverträge gibt’s keine, die hat es noch nie gegeben. Ehrlichkeit ist wichtig!“

Mit 65 eigenen Fahrzeugen und ausschließlich eigenen Fahrern bedient die Firma ihr Liefergebiet von Basel bis Offenburg und in den Hochschwarzwald hinauf. Förderbandmischer und fünf Betonpumpen bis 46 Meter ergänzen das Serviceangebot. Seit 2012 wird am größten Standort in Teningen CO2-neutral Beton hergestellt. Dies wurde vor allem durch die Eigenstromerzeugung in der werkseigenen Photovoltaikanlage, die rund 600 KW Energiebedarf abdeckt, erreicht.


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Neugierig über den Tellerrand zu schauen, etwas zu modernisieren oder zu rationalisieren, gehört seit jeher zu den Steckenpferden der Teninger Unternehmensgruppe mit heute insgesamt 160 Mitarbeitern. Schon Adolf Braun beteiligte sich neben dem Transportbetongeschäft an Bürstenfabriken, Freizeitanlagen bis hin zu Unternehmen der Schwerindustrie. Als naturverbundenen Jäger reizte es den Unternehmer Anfang der 70er Jahre einen eigenen Wildpark aufzubauen. Diese Leidenschaft teilt auch sein Sohn Rüdiger, der schon länger für spektakuläre Investitionen in die touristische Zukunft des Schwarzwalds sorgt. In seinem Steinwasenpark hat er bereits die längste Hängebrücke der Welt verwirklicht. Ihm gehören ein Bergwildgehege mit Rot- und Dammwild, Waschbären, Keilern, Steinböcken, Gämsen und Mufflons, ein Restaurant, eine Sommerrodelbahn und Skilifte mit künstlich beschneiten Abfahrten. Seit diesem Jahr ist Rüdiger Braun ebenfalls Besitzer des Löffinger Schwarzwaldparks, in dem er mit seiner ältesten Tochter Isabel auf einer Fläche von drei Hektar eines der größten Raubtiergehege mit Löwen und Tigern in Europa errichtet. Außerdem betreibt Braun eine Stahlbaufirma, die national und international an Eisenbahnprojekten beteiligt ist sowie Schiffbauunternehmen und Energieversorger mit Verbindungselementen beliefert. Zahlreiche weitere Projekte schwirren im Kopf des bekennenden Bauchmenschen bereits herum. „Das hält mich geistig beweglich“, so der 60-Jährige. Rüdiger Brauns Vision: eine 45 Meter hohe Looping-Achterbahn im Schwarzwaldpark.Conny Eck

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