Info

Das Stadtquartier "NeuerMarkt" ist ein Anziehungspunkt in der Oberpfalz. Seine Geschossfläche ist größer als zehn Fussballfelder.

Foto

© HeidelbergCement (Steffen Fuchs).

Ausgabe 3/2015Thema: Wohnen

Stadtquartier mit Aussicht

Einkaufsmeile in Neumarkt

Auf einem innerstädtischen Areal im bayerischen Neumarkt in der Oberpfalz entsteht mit fußläufiger Anbindung zur Altstadt ein bemerkenswertes Stadtquartier. Ein anspruchsvolles Nutzungskonzept und differenziert ausgestaltete Sichtbetonfassaden sind das Erfolgs-rezept für die Entwicklung der ehemaligen Brache.

Neumarkt in der Oberpfalz liegt mitten im Herzen Europas. Rund 40.000 Einwohner leben in der Großen Kreisstadt, die zwischen Nürnberg, Ingolstadt und Regensburg das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der westlichen Oberpfalz darstellt. Auch städtebaulich gesehen können sich die Bewohner ab Herbst am Nabel der Welt fühlen. Mit einer dezenten, farblich abgestimmten und klug strukturierten Betonfassade zeigt das neue Stadtquartier „NeuerMarkt“ vis à vis der Altstadt ein salonfähiges Gesicht und lädt künftig Konsumenten, Kinogänger und Konferenzteilnehmer zum Verweilen ein. Laut bayerischem Entwicklungsplan hat Neumarkt in der Oberpfalz die Position eines Oberzentrums inne. Und wer hier wohnt und arbeitet, möchte auch auf ein weltläufiges Angebot in Bezug auf Kulinarisches und Kommerzielles zurückgreifen. Ein Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro hat die Firmengruppe Max Bögl als Investor in die Realisierung der Bebauung investiert und damit eine seit dem Krieg bestehende Brache in Eins-a-Lage, fußläufig zum historischen Stadtkern, erschlossen. Erstmals tritt Max Bögl bei dieser Immobilie mit rund 23.000 Quadratmetern Mietfläche als Baufirma und gleichzeitig als Bauherr und Betreiber in Erscheinung.
Wer auf eine so differenzierte und aufwendige Weise investiert, kann es nicht in erster Linie auf Gewinnmaximierung abgesehen haben. Das Unternehmen Max Bögl aus dem angrenzenden Sengenthal ist in dritter Generation in Familienbesitz und deutschlandweit die größte Bauunternehmung in Privatbesitz. Auch in der Heimatregion wollten die Gesellschafter zur funktionierenden Infrastruktur beitragen und hier ein attraktives städtisches Angebot entwickeln. So entstehen in Neumarkt in der Oberpfalz im neuen Stadtquartier Räume für den Einzelhandel, Dienstleistungsunternehmen und attraktive Gastronomie sowie für moderne Praxen, zeitgemäße Büros und 550 Pkw-Stellplätze. Ausdrücklich wurden, mit Rücksicht auf die alteingesessenen Händler in der Altstadt, Ladengeschäfte mit ergänzenden Sortimenten und Marken als Mieter gewonnen. So müssen die Bewohner zum Einkauf nicht mehr nach Regensburg oder Nürnberg ausweichen, vielmehr haben sie ein umfassendes Angebot direkt vor der Tür. Das erhöht auch die Attraktivität des Wohnstandortes. Neu sind auch ein Multiplex-Kino mit sieben Sälen und ein Vier-Sterne-Hotel mit 105 Zimmern.

Zement aus Burglengenfeld

Das Traditionsunternehmen Max Bögl und die HeidelbergCement AG sind seit langem erfolgreiche Partner (siehe context 2/2015). Auch für den Rohbau des anspruchsvollen Stadtquartiers in Neumarkt in der Oberpfalz lieferte das Zementwerk Burglengenfeld von HeidelbergCement insgesamt 50 Tonnen Zement. Für Tiefbau und Spezialtiefbau, etwa bei der Tiefgarage oder der breiten Fußgängerunterführung zur Altstadt hin, kamen noch weitere 1,4 Tonnen hinzu.

Max Bögl produzierte den Beton für unterschiedliche Anforderungen in seinem Werk in Sengenthal und transportierte ihn anschließend just in time mit Fahrmischern knapp zehn Kilometer weit zur Baustelle. Dort wurde der Beton mit Pumpen eingebracht. Insgesamt betrug die Rohbauzeit zwölf Monate.

Foto

Firmengruppe Max Bögl

Foto

© Thomas Weinberger für Firmengruppe Bögl

Foto

© HeidelbergCement (Steffen Fuchs).

Foto

© HeidelbergCement (Steffen Fuchs).

Das Tagungs- und Business-Hotel „park inn by Radisson“ bietet erstmals in Neumarkt die Möglichkeit, größere Veranstaltungen mit bis zu 300 Teilnehmern an einem repräsentativen Ort zu organisieren. Die Gäste werden auch die Vorzüge eines innovativen „Living-Room-Konzeptes“ in der weiten Lobby des Hotels genießen können, mit trendigen Sitzgruppen und einer Business Corner. Für die vielen Großunternehmen aus Neumarkt und der Region ist es nun möglich, am eigenen Standort große Konferenzen abzuhalten; sie müssen nicht zwangsläufig in weiter entfernte Metropolen ausweichen.Bedeutsam für Stadt und Bewohner ist, dass das Bauvorhaben nicht auf der grünen Wiese realisiert wurde, was die Innenstadt hätte ausbluten lassen. Vielmehr ergänzt das neue Quartier das Stadtbild und bereichert die Aufenthaltsqualität. Damit sich der Baukomplex in dieser Größenordnung nicht als Fremdkörper von der gewachsenen Struktur abhebt, entwickelte einer der Bögl-Gesellschafter mit seinem Münchner Architekturbüro, Bögl Gierer Architekten, eine ansprechende Sichtbetonfassade, die vor dem wärmegedämmten Rohbau steht. Mit ihrer dezenten Farbgebung und differenzierten Gliederung lässt diese den Eindruck eines überdimensionierten Blockrandes gar nicht erst entstehen. Im Innern der überdachten Mall, die durch ihr urbanes Erscheinungsbild überzeugt, flanieren die Besucher entlang der großzügigen Wege durch die verschiedenen Etagen. Nach der Fertigstellung lässt sich die Komplexität des Rohbaus mit seinen weiten Spannweiten nur noch erahnen.Bernd Niebuhr

Objektsteckbrief

Projekt:
Stadtquartier „NeuerMarkt“, Neumarkt i. d. OPf.

Projektentwicklung:
Firmengruppe Max Bögl, Sengenthal

Konzept:
Bögl Gierer Architekten GmbH, München

Architekten:
Distler Architekten + Ingenieure GmbH, Neumarkt i. d. OPf.

Rohbau:
Firmengruppe Max Bögl, Sengenthal

BGF / Grundstücksfläche:
rund 57.000 m² / rund 27.000 m²

Verkaufsfläche:
13.100 m²

Eröffnung:
Herbst 2015

Top

Dieser Inhalt ist schon bald verfügbar!

Zur Webseite zurückkehren