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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs).

Ausgabe 2/2017Thema: Alltag

Wissen braucht Raum

Erweiterungsbau für das Bunsen-Gymnasium

Ein Meilenstein für die Schulmodernisierung in Heidelberg: Ein neuer viergeschossiger Anbau bietet dem Bunsen-Gymnasium auf einer Fläche von über 2.000 Quadratmetern Unterrichtsräume mit modernster Ausstattung.

Lange Flure, dunkler Filzboden, Neonlicht und Raumschachteln waren einmal. Moderne Schularchitektur geht anders. Denn heute weiß man sehr viel genauer als früher, wie Lernen funktioniert. Und dass räumliche Gestaltung das Lernklima positiv beeinflusst. „Schulen müssen anregende Orte sein“, sagt auch Volker Nürk, Oberstudiendirektor und Leiter des Bunsen-Gymnasiums. In den vergangenen zwei Jahren entstand dort ein viergeschossiger Erweiterungsbau, der auf über 2.000 Quadratmetern Platz für modernste Biologie-, Chemie- und Physik-Fachräume bietet. „Mit dem Anbau ist es gelungen, Neu und Alt über galerieartige Stege so zu verbinden, dass völlig neue Raumbezüge entstanden sind. Die dabei eingesetzten Materialien Beton, Holz und Glas unterstreichen den für Naturwissenschaft klar definierten Raum und wirken fast wie eine Art Außenfassade. Insgesamt gewinnt das Schulhaus an Weite und Helligkeit“, freut sich Volker Nürk. „Durch den Neubau hat das Schulhaus insgesamt sehr profitiert. Darüber hinaus wurde der Altbestand erheblich saniert. Viele Klassenzimmer haben einen frischen Anstrich erhalten. Dazu kamen neue Brandschutztüren, die gleichzeitig einen hervorragenden Schallschutz bieten.“

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Die Fachräume sind mit schwarz eingefärbtem CemFlow-Sichtestrich gestaltet.

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Das Gebäude des Bunsen-Gymnasiums in der Humboldtstraße im Stadtteil Neuenheim stammt aus den 50er Jahren und ist angelehnt an die Bauweise eines italienischen Stadtpalastes. Traditionell bilden die Naturwissenschaften einen Schwerpunkt im Angebot der Schule. Deshalb bestand gerade in diesem Bereich zusätzlicher Raum- sowie Modernisierungsbedarf.

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Die Ausführung der vor Ort betonierten Wände und Stützen erfolgte in Sichtbeton der Klassen 3 und 4.

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Volker Nürk, Oberstudiendirektor und Leiter des Bunsen-Gymnasiums.

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Die Erweiterung der naturwissenschaftlichen Fachklassen in Passivhausbauweise erfolgte über einen Anbau an das bestehende Hauptgebäude in der Humboldtstraße. Die Fachräume sind nach Westen orientiert und jeweils mit schwarz eingefärbtem CemFlow-Sichtestrich der Güteklasse CT C30 F5 gestaltet. Die Ausführung der vor Ort betonierten Wände und Stützen erfolgte in Sichtbeton der Klassen 3 und 4. Von der Berliner Straße aus gesehen, bereichert der Erweiterungsbau durch seine Fassadengestaltung das Erscheinungsbild der Schule. Große Fensteröffnungen zum Schulhof lassen viel Licht in die Fachräume, die sich auch zur Durchführung naturwissenschaftlicher Praktika eignen. Im Erdgeschoss ist die Biologie untergebracht, in den beiden Obergeschossen Physik und Chemie sowie Lehrübungsräume für Naturwissenschaft und Technik (NWT). Im sogenannten „Stehpraktikum“ in der Chemie verfügt jeder Arbeitsplatz über einen eigenen Monitor und Rechner für die Aufnahme und Auswertung von Messwerten. Alle für die naturwissenschaftlichen Fächer genutzten Computer sind darüber hinaus mit einem einheitlichen Messwert-Erfassungssystem und entsprechender Hardware ausgestattet. Die räumliche Erweiterung bietet dem Bunsen-Gymnasium die Möglichkeit, die bisherigen Fachklassen zu sanieren, umzubauen und anschließend für die Ganztagsbetreuung zu nutzen.Conny Eck

Objektsteckbrief

Projekt:
Erweiterungsbau für das Bunsen-Gymnasium, Heidelberg

Bauherr:
Stadt Heidelberg

Planung und Bauleitung:
Jöllenbeck & Wolf Architekten BDA, Walldorf

Projektsteuerung:
Gebäudemanagement der Stadt Heidelberg

Bauunternehmen:
C. Dupré Bau GmbH & Co. KG, Speyer

Produkte:
ca. 900 m³ Transportbeton C 25/30 in Sichtbetonqualität der Klassen 3 und 4, davon ca. 60 m³ Easycrete SV, Heidelberger Beton Kurpfalz GmbH & Co. KG
90 m³ schwarz eingefärbter CemFlow der Güteklasse CT C30 F5, Heidelberger Fließestrich Südwest GmbH

Einbau Sichtestrich:
Fa. Poranzl, Neunkirchen/Baden

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