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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs)

Ausgabe 2/2016Thema: Herausforderung

Betone der Zukunft

Spezialprodukte bei HeidelbergCement

Die Entwicklung neuer Betone ist eine Herausforderung. Ähnlich einem fein justierten Uhrwerk müssen die einzelnen Komponenten wie kleine Rädchen ineinandergreifen. Beherzigt man dies, können die Anwendungsmöglichkeiten schier unerschöpflich sein, wie zwei Betone der Zukunft zeigen.

R-Beton: Beton aus rezyklierter Gesteinskörnung

Im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft rücken aktuell auch Baustoffe wie ressourcenschonender Beton (R-Beton), der teilweise auf sekundäre Rohstoffe zurückgreift, in den Fokus. Qualitativ steht R-Beton dem aus primären Rohstoffen produzierten Beton in nichts nach. Bei R-Beton kommt statt einer direkt gewonnenen Gesteinskörnung eine aus dem Rückbau von Bauwerken stammende rezyklierte Gesteinskörnung zum Einsatz. Als nachhaltiger Bau-stoff schont er nicht nur Ressourcen und sorgt für geschlossene Materialkreisläufe, sondern ermöglicht zugleich hochwertige Konstruktionen. Aktuell wird R-Beton beim Neubau des Umweltbildungszentrums in Mainz verwendet – teils sogar in Sichtbetonqualität. Heidelberger Beton setzt dafür einen Beton der Güte C25/30 ein, dessen Gesteinskörnungsfraktion 2/8 Millimeter zu einem Drittel aus einem fachgerecht aufbereiteten Altbeton besteht – also aus Betonbruchstücken, die in Brechern auf die benötigten Korngrößen gebracht wurden.

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Eine ausführliche Reportage zu den genannten Bauvorhaben lesen Sie in der September-Ausgabe von context.

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Behält einen kühlen Kopf: Brandschutzbeton im Tunnelbau

Bei Feuer in einem Tunnel entstehen schnell Temperaturen bis zu 1.300 Grad Celsius. Beton brennt zwar nicht. Bei anhaltender Hitze wird er jedoch erheblich beschädigt. Der Grund: Durch die Hitze entsteht Wasserdampf im Beton. Dieser kann zwar vorerst in die Hohlräume entweichen, doch sind diese gefüllt, muss der Druck anderweitig abgebaut werden. Die Folge: Kleine Teile des Betons werden aus der Oberfläche abgesprengt, die Standfestigkeit des Tunnels ist gefährdet. Jetzt gibt es eine neue Erkenntnis: Polypropylen-Fasern können im Beton als Brandschutz dienen. Im Falle eines Feuers schmelzen diese bereits bei 160 Grad Celsius und hinterlassen kleine Hohlräume, in die sich der Wasserdruck im Beton noch besser verteilen kann. Ein weiterer Effekt ist, dass der Wasserdampf durch die neu entstandenen Kapillaren schnell an die Oberfläche tritt und das Bauteil gleichzeitig abkühlt. Mögliche Schäden der Bausubstanz werden so erheblich reduziert beziehungsweise verzögert. Aktuell kommt der sogenannte Brandschutzbeton unter anderem im Katzenbergtunnel zum Einsatz. Für die Innenschale mit einer Wandstärke zwischen 40 und 60 Zentimetern lieferte Heidelberger Beton in Liefergemeinschaft rund 30.000 Kubikmeter des neuen Baustoffs.Conny Eck

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