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(v. l.) Raymund Böing, Vertreter des Konsortialführers HeidelbergCement, Christian Knell, Sprecher der Geschäftsleitung HeidelbergCement Deutschland und Eckhard Bohlmann, Leiter Entwicklung & Anwendung HeidelbergCement Deutschland bei der Unterzeichnung des Konsortialvertrags.

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs).

Ausgabe 2/2015 Thema: Struktur

Werkstoff der nächsten Generation

R-Beton: Forschungsvorhaben zur Wiederverwendung mineralischer Baustoffe

Die Technische Universität Kaiserslautern hat zusammen mit HeidelbergCement, universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie weiteren Partnern aus der Industrie ein Forschungsprojekt mit dem Titel „Ressourcenschonender Beton – Werkstoff der nächsten Generation“ begonnen.

Aus Alt mach Neu: Ob Papier, Glas, Kunststoff oder Metall – Recycling gehört in Deutschland zum Alltag. Rund 62 Prozent des Mülls wird laut Europäischer Umweltagentur wiederverwertet. Im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft rücken aktuell auch Baustoffe wie ressourcenschonender Beton (R-Beton), der teilweise auf sekundäre Rohstoffe zurückgreift, in den Fokus. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative „Neue Werkstoffe für urbane Infrastrukturen – HighTechMatBau“ gefördert. Ziel der Verbundpartner ist es, dazu beizutragen, dass künftig noch höhere Anteile an rezyklierten Gesteinskörnungen beim Bauen eingesetzt werden können. „Qualitativ steht R-Beton dem aus primären Rohstoffen produzierten Beton in nichts nach. Selbst die Ausgangsstoffe sind die gleichen, einziger Unterschied ist, dass hier statt einer direkt gewonnenen Gesteinskörnung eine aus dem Rückbau von Bauwerken stammende rezyklierte Gesteinskörnung zum Einsatz kommt“, erklärt Raymund Böing, Vertreter des Konsortialführers HeidelbergCement. „Als nachhaltiger Baustoff schont er nicht nur Ressourcen, sondern ermöglicht eine hochwertige Verwendung und geschlossene Materialkreisläufe.“

Die Verbundpartner

HeidelbergCement AG (Konsortialführer), BASF Construction Polymers GmbH, Scherer & Kohl GmbH & Co. KG, VDZ gGmbH, ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, RWTH Aachen, Technische Universität Kaiserslautern

Assoziierte Partner:
MAPEI GmbH Deutschland, Forschungsgemeinschaft Transportbetonindustrie e.V.
Partner im Unterauftrag:
Spenner Zement GmbH & Co. KG

In Deutschland hat sich R-Beton bisher nicht auf dem Markt etablieren können. Ein wesentlicher Grund: Zahlreiche restriktive Voraussetzungen der aus den 90er Jahren stammenden Regelwerke bieten für eine praxisgerechte Verwendung bislang kaum einen Anreiz. „Dabei sind durch innovative Entwicklungen im Bereich Betontechnologie und Zusatzmittel die Möglichkeiten für ein weitreichendes Wertstoffrecycling inzwischen gegeben“, so Böing weiter. „Da die Vorräte natürlicher Gesteinskörnung sehr wertvoll sind, sollte dieses Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung des Bauens in Deutschland nicht ungenutzt bleiben.“ Bei einem Erfolg des dreijährigen Projektes sollen die Ergebnisse in die Praxis umgesetzt werden und dazu dienen, die Normen und Richtlinien dem neuesten Stand der Technik anzupassen. Böing: „Denn nur durch den wissenschaftlichen Nachweis, dass man die rezyklierten Gesteinskörnungen qualitativ uneingeschränkt verwenden kann, hat dieser große Anteil am Materialstrom eine Chance – entsprechend seinen Möglichkeiten – einer sehr hochwertigen Nutzung zugeführt zu werden.“Conny Eck


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