Info

Author: Phil Fried / License: ATTRIBUTION LICENSE 3.0 / Downloaded: mazwai.com

Ausgabe 1/2017

Sich neu erfinden

Innovationen verändern das Leben

Smartphones erklären die Umgebung, Roboter unterstützen im Supermarkt, virtuelle Welten ersetzen das Reiseland. Die Digitalisierung hat längst unseren Alltag erreicht. Eine Innovation jagt die nächste. Der Drang zur Erneuerung erfasst alle Bereiche des privaten und gesellschaftlichen Miteinanders.

Dem Wortlaut nach bedeutet Innovation schlicht Erneuerung. Umgangssprachlich umfasst der Begriff Ideen und Erfindungen, die sich in einem Produkt, einer Verfahrensweise oder auch einer innovativen Art der Dienstleistung niederschlagen. Dabei sind die meisten der Innovationen, die spontan in den Sinn kommen, verwertbar gewordene Ergebnisse der rasanten digitalen Entwicklung oder resultieren daraus.

Foto

© Kaffeeform

Es ist gerade einmal ein paar Jahre her, dass sich ein schnurloses Telefon zu einem leistungsfähigen Computer im Taschenformat entwickelte und seinen Siegeszug um die Welt startete. Die Produktentwicklung, der Wandel vom klobigen Apparat über ein kleines Tastengerät hin zum flachen Touchscreen, war eine Innovation, die den meisten Erwachsenen noch präsent sein dürfte. Wir haben ihn hautnah miterlebt, diesen Sprung hin zum Wisch und Weg, also vom kabellosen Telefongerät – auch das schon ein Novum – zum multimedialen Kommunikator, der fotografieren, Filme ausstrahlen, eine gesamte CD-Sammlung umfassen und Menschen miteinander verbinden kann. In dieser Zeit scheint auch eine ganze Start-up-Generation Millionen mit der Programmierung und Vermarktung von Apps gemacht zu haben, angefangen von einer Anwendungssoftware für Klingeltöne bis hin zur Applikation, die beim flotten Finden eines Flirtpartners oder eines Mietautos unterstützt. Künftig können/sollen/wollen wir im Supermarkt via Vernetzung abrufen, was noch im Kühlschrank liegt und ob das Verfallsdatum der Milch bereits überschritten ist. In nicht allzu ferner Zukunft könnte der Kühlschrank auch eigenständig die fehlenden Lebensmittel bestellen, die dann – per Drohnen (400.000 soll es schätzungsweise in Deutschland bereits geben) – angeliefert werden.

Innovation ist keine Garantie gegen das Scheitern, aber ohne Innovation ist das Scheitern garantiert.

Wer einmal gedankenverloren versucht hat, mit dem Autoschlüssel per Fernsteuerung auch die eigene Wohnungstür zu öffnen, ist längst reif für die smarte neue Welt. Dass sich die Fußbodenheizung vom Urlaubsort aus via Touchscreen steuern lässt, das Dachfenster intelligent auf Regen reagiert, ist längst kein Novum mehr. Inzwischen soll es eine App geben, die zeitweise von der dauerhaften Erreichbarkeit befreit. Ob wir es wollen oder nicht, Innovationen haben uns – auch wenn mangels Geld oder Einsicht, aus Unkenntnis oder Überzeugung viele noch dagegen halten – in das Zeitalter der vierten industriellen Revolution katapultiert.

Was versteht man unter...

  • Kaffeesatz zu Kaffeetassen

    Nach dem Motto „Mehr als kalter Kaffee“ hat ein Berliner Startup eine nachhaltige Geschäftsidee umgesetzt. Intensiver Kaffeekonsum am Studienort Italien inspirierte den Produktdesigner Julian Lechner dazu, über Kaffeesatz als Rohstoff nachzudenken. Inzwischen lässt er den getrockneten Abfall aus der Berliner Gastronomie in einer Behindertenwerkstatt zu Espresso- und Cappuccinotassen pressen. Die haltbaren Becher finden reißenden Absatz.
    www.kaffeeform.com

  • Brille ist nicht gleich Brille

    Als vor einigen Jahren Kinos ihre Besucher mit 3D-Brillen ausstatteten, um die räumliche Tiefenwirkung der filmischen Erlebniswelten erlebbar zu machen, hielten viele das für eine Spielerei. Dass Google Glass, ein am Kopf getragener Minicomputer, als Flop vor zwei Jahren wieder vom Markt genommen wurde, beruhigte Datenschützer, die weitreichende Konsequenzen für die Privatsphäre des Brillenträgers und seiner Umgebung befürchtet hatten. Inzwischen hat Microsoft mit HoloLens eine Augmented-Reality-Brille auf den Markt gebracht, die es dem Nutzer unabhängig von Smartphone oder Computer ermöglicht, anhand von Gesten und Sprache, mit dreidimensionalen Projektionen (Hologramm) in der direkten Umgebung zu interagieren.

  • Smarter Assistent

    In einem Technikfachmarkt in Nürnberg kommuniziert Paul mit den Kunden und führt sie zu den gewünschten Geräten. Paul ist ein androider Einkaufsassistent und basiert auf dem Archetyp Care-O-bot 4, der vom Fraunhofer-Institut (IPA Robot Systems) in enger Zusammenarbeit mit Phoenix Design, einem international renommierten Designbüro aus Stuttgart, entwickelt und gestaltet wurde. Mit der vierten und neuesten Generation von Care-O-bot hat Fraunhofer nun erstmals die Basis für kommerzielle Lösungen geschaffen. Der modulare Aufbau und die offenen Softwareschnittstellen erlauben eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Ursprünglich als Assistenzroboter für die Pflege, den Einsatz im Krankenhaus, Hotel oder Haushalt gedacht, lässt sich der Roboter auch als mobiler Informationskiosk in Läden oder an Flughäfen, für Hol- und Bringdienste in Büros, für Sicherheitsanwendungen oder als Museumsroboter einsetzen. Auch das Deutsche Institut für Luft und Raumfahrt (DLR) treibt in seinem Kompetenzzentrum Robotik und Mechantronik und vor allem mit seiner Ausgründung, dem Startup "Wessling Robotics GmbH" Innovationen im Bereich Robotik voran. So zählt die DLR-HIT-Hand zu einem der am weitesten entwickelten robotischen Greifer, die es zurzeit weltweit gibt. Ob Entwicklungen, die bereits seit den 1990er Jahren vorangetrieben werden, zu Innovationen zählen, sei dahin gestellt. So viel ist klar, Greifarme, die behutsam kleinste Schrauben eindrehen und eigenständig deren Standort lokalisieren können, werden nicht nur im fernen Weltall zum Einsatz kommen. Die Mondlandung, so scheint es, hat uns als bleibende Innovation die Teflonpfanne beschert und den Glauben an den Fortschritt gestärkt. Heute werden die jüngst umgesetzten Forschungsergebnisse noch viel stärker zur Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine führen und auf diese Weise zu innovativen, teilweise komplett veränderten Produktions- und Arbeitsprozessen in der globalisierten Welt führen. Dass Startups bei der Entwicklung einer Innovation und der damit verbundenen rasanten Veränderung unserer Lebens- und Arbeitswelt eine enorme Rolle spielen, ist kaum jemandem entgangen.

  • Disruptive und inkrementelle Innovation

    Inzwischen sind Telefonzellen längst aus dem europäischen Stadtbild verschwunden. Man könnte die Erfindung von Smartphones als disruptive Innovation im Unterschied zu inkrementellen Innovationen auffassen. Clayton M. Christensen von der Harvard Business School prägte den Begriff disruptive Innovationen und bezeichnete damit Erfindungen, die das Nutzerverhalten ändern und vor allem die Spielregeln im Markt komplett auf den Kopf stellen. Inkrementelle oder evolutionäre Innovationen sind demnach nur Weiterentwicklungen von Produkten, die durchaus zu mehr Effizienz oder Verbesserung führen können. So haben CDs zwar Schallplatten ersetzt, nicht aber das Verhalten der Kunden bezüglich Kauf und Wiedergabe der Musik verändert. Erst die MP3 Player und der digitale Download gelten in diesem Sinne als disruptive Innovation. Nach Einschätzung des Professors ist diese die einzige Innovation, die wirklich Wachstum bringt.

  • Moderner Blick in die Geschichte

    Eine wachsende Zahl von Apps mobiler Geräte bieten immer wieder überraschende Neuerungen. Die Timetraveler Augmented Reality App ermöglicht etwa mittels Smartphone, Augenzeuge von Ereignissen der Berliner Geschichte rund um den Mauerbau zu werden. Richtet man beispielsweise das Gerät auf den einstigen Standort längst abgerissener Häuser an der ehemaligen Grenze, bauen sich diese virtuell wieder auf. Historische Ereignisse, die bei vielen von uns als Bild im gesellschaftlichen Gedächtnis schlummern, werden wieder lebendig. So etwa der Sprung der 72 Jahre alten Frieda Schulze, die sich bei der Flucht 1961 durch einen Sturz aus dem Fenster in der Bernauer Straße rettete, oder der Sprung des Grenzsoldaten über den Mauerzaun.

  • Startup

    Innovationsakteure sind in vielen Fällen junge, unkonventionelle Startups, deren enthusiastische und risikobereite Gründer immer wieder neue Geschäftsideen auf den Markt bringen. Auf der Suche nach Investoren, die Wagniskapital (VC für Venture Capital) einbringen, sind Amerikaner den Europäern weit voraus. In Deutschland zählt derzeit Berlin zu der Stadt, in die das meiste Risikokapital fließt, das die meisten Gründer und Entrepreneure hat.

  • Onlinehandel

    Der elektronische Handel ist inzwischen so allgegenwärtig, dass Verkaufsvorgänge via Internet und die dazu benötigte Logistik schon nicht mehr als Innovation erscheinen. Oliver Samwer, Vorstandsvorsitzender von Rocket Internet und Gründer von Zalando, hält reale Geschäfte für out. Zumindest für Schnee von vorgestern. Überraschend und innovativ ist, dass inzwischen alle Produkte des Bedarfs online verkauft und gekauft werden, und dafür neue Vermarktungsstrategien entwickelt werden. So beschäftigen sich derzeit etwa neun Startups mit der Entwicklung und dem Vertrieb von coolen Matratzen.

  • Scheitern und neu erfinden

    Dass das Scheitern zur Innovationskultur gehört ist inzwischen allgemein bekannt. Dies ist auch ein Grund, warum sich traditionelle Unternehmen lange Zeit schwertaten, bislang Unmögliches zu entwickeln. Kleine unabhängige Einheiten sind in dieser Hinsicht flexibler. Wer weniger auf Sicherheit bedacht ist, ist eher bereit, immer wieder die Grenzen des Machbaren auszuloten.

  • Think Tank

    Bereits 2007 hat die Daimler AG ein eigenes Lab unter dem Namen Zukunftslabor Business Innovation ins Leben gerufen. Die Ideenschmiede will international vernetzt am Puls der Zeit agieren und auch jungen Startups zu Partnern und Investoren verhelfen. So konzentriert sich Daimler nicht mehr nur auf das Kerngeschäft als Autobauer, sondern versteht sich vielmehr als Mobilitätsdienstleister, was auch seinen frühen Einstieg beim Carsharing erklärt.

  • God old Teekampagne

    Es gab auch längst Entrepreneure und Innovationen vor dem digitalen Hype. 1985 entwickelte der Berliner Professor Günter Faltins eine disruptive Innovation für den Teemarkt. Verwundert über den hohen Preis von Darjeeling schuf er mit der „Teekampagne“ ein neues Geschäftsmodell, bei dem er den indischen Tee in Massen bestellt und in Großpackungen verkauft. Durch seinen Fokus auf nur eine Teesorte und die Abnahme großer Mengen konnte er so die Preise der Konkurrenz deutlich unterbieten. Die „Teekampagne", die sich aus dem universitären Raum heraus unabhängig entwickelte, gilt auch als interessantes Beispiel für Entrepreneurship.

  • Entrepreneur

    Wie Entreprenereim Unterschied zum Manager agieren, fasst kurz und knapp das Lexikon der Website Gründerszene, einem Online-Magazin das über innovative Aktivitäten von Startups berichtet, zusammen: „Es ist der Entrepreneur, der als Innovator in Erscheinung tritt und neue Ideen aufgreift und etabliert. Der Entrepreneur zerstört im Rahmen des Innovationsprozesses zuerst die bestehenden Strukturen, bevor er Platz für neue und bessere Strukturen schafft. An der Entwicklung dieser ist er auch maßgeblich beteiligt.“

  • Innovationshindernisse

    Festgefahrene Strukturen, autoritäre Chefs, Sicherheitsdenken, Bürokratie, mangelnde digitale Bildung, fehlende Investitionen. Es gibt viele Gründe, warum eine Innovation nicht, oder nicht hier in Deutschland entwickelt wird. Wie und warum klassisches Innovationsmanagement oftmals Innovation verhindert, erläutert Autor Dr. Jens-Uwe Meyer in Fachbüchern, die sich spannend wie Krimis lesen. Der Geschäftsführer von innolytics zeigt auf, wie versteckte Innovationshindernisse die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen gefährden.
    www.innolytics.de
    jens-uwe-meyer.de

In ihrem jüngsten Jahresbericht listet die Bundesregierung unter der Rubrik „Innovationen und Zukunftsstrategien“ gleich ein ganzes Bündel relevanter Themen auf, die in Hinblick auf ihre Potenz und Zukunftsfähigkeit offensichtlich der staatlichen Förderung bedürfen. Wer erwartet hätte, dass Punkte wie nachhaltige Entwicklung, Digitale Agenda, HighTech-Strategie, Energiewende, Energieeffizienz, Netzausbau, Elektromobilität aufgrund ihres innovativen Potenzials Selbstläufer wären, sieht sich getäuscht. Auch wenn seit Jahren eine riesige Zahl von Innovationspreisen, vom IT Innovation Award über den Deutschen Innovationspreis bis zum Innovationspreis der deutschen Wirtschaft (um nur drei von Hunderten zu nennen), verliehen wird, treibt viele die Sorge um, insbesondere die deutsche Wirtschaft bliebe in ihrem Erneuerungspotenzial hinter der internationalen Konkurrenz zurück. So verlautete auch Kanzlerin Merkel in einem Video-Podcast, Daten seien „die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts“ und sprach von einem Wettlauf zwischen den großen Internetunternehmen und den „World Champions“ in der Herstellung konkreter Produkte, etwa in der Medizintechnik oder im Maschinenbau. „Und deshalb müssen wir uns sputen.“ Nebenbei bemerkt, auch die deutsche Automobilindustrie wird im Bereich der Elektromobilität von einem amerikanischen Unternehmen herausgefordert, das ursprünglich der innovativen Solarbranche zugerechnet und inzwischen mit Risikokapital ausgestattet wurde. Wie Vorreitern aus Silicon Valley zu begegnen sei, gehört inzwischen zu den aktuellen innovationspolitischen Leitthemen. Um besser aufgestellt zu sein, hat das Bundesforschungsministerium im vergangenen Juli Vorschläge zur Gestaltung eines Europäischen Innovationsrates (EIC) gemacht. In einem Positionspapier schlägt es Maßnahmen vor, mit denen der EIC deutliche Impulse für exzellente Innovation in Europa setzen könnte. Dabei geht es auch um den Einsatz von Forschungsgeldern. Denn bekannt ist, dass Deutschland und Europa, was die finanziellen Möglichkeiten der Entwicklung von Innovation betrifft, auf den hinteren Rängen liegen.

Foto

© Saturn

Um also den Anschluss nicht zu verpassen, lud der damalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel Mitte Januar 2017 internationale Experten zum Symposium „Deutschlands Zukunft – Innovationsagenda #de2025“ und diskutierte mit zehn Vordenkern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik darüber, was Deutschland brauche, um auch in zehn Jahren noch zukunftsfähig zu sein. Um als innovative Gesellschaft bestehen zu können, scheint die digitale Bildung vorrangig.

Die Dringlichkeit des Themas zeigt auch ein Blick auf die Ausgaben des Wirtschaftsministeriums. Der Bereich Innovation, Technik und Neue Mobilität rangiert dort für 2017 an erster Stelle.

„Innovation ist nicht nur ein wirtschaftlicher Mechanismus oder ein technischer Prozess. Sie ist vor allem ein soziales Phänomen.“

Grünbuch zur Innovation, 1995

Auch die Bauwirtschaft präsentiert immer wieder neue oder weiterentwickelte Produkte. Innovative Quantensprünge lässt jedoch auch hier die Digitalisierung von Bauprozessen erwarten, bei der Deutschland im internationalen Vergleich noch auf den hinteren Rängen liegt. Als innovatives Highlight konnte folglich eine Datenbrille der ganz besonderen Art vergangenen Herbst in Bremen die Teilnehmer eines Symposiums positiv überraschen. Die junge Bauingenieurin Dunja Sahrak, BIM-, also Building-Information-Modeling-Spezialistin der Ed. Züblin AG, präsentierte ihr Projekt virtuell und entführte die begeisterten Teilnehmer mittels Virtual Reality direkt in das Bauvorhaben Rastatter Tunnel. Künftig, so ist abzusehen, kann man sich also bei Projekten vom Schreibtisch aus nicht nur in vorab visualisierte Projekte hinein zoomen, diese durchlaufen und potenziellen Bauherren zeigen. Man kann auch in konkrete, bereits ausgeführte oder im Bau befindliche Bauabschnitte eintauchen, Informationen abrufen und dabei den Baufortschritt prüfen. Beim virtuellen Rundgang wird mit der Brille die reale Umgebung komplett ausgeblendet. Möglich geworden ist der computergesteuerte Ausflug von Bremen nach Rastatt, weil der Tunnel, ein Pilotprojekt der Deutschen Bahn, von Züblin mit Building Information Modeling, kurz BIM, geplant worden ist und die planerischen Daten digital hinterlegt sind.

Foto

(Illustration): Phoenix Design, Stuttgart

3D-Drucker, Datenbrille, selbstfahrende Autos, Virtual Reality, Smart Home, vernetzte Kommunikation, intelligente Roboter im Produktionsprozess: Eine Innovation ist nicht nur eine Erfindung oder Neuerung, die zu marktgängigen Produkten führt. In vielen Bereichen kann schon eine innovative Idee gesamte Prozesse, angestammte Arbeits- und Verhaltensweisen auf den Kopf stellen. Auch dass die von Jimmy Wales 2001 gegründete Non-Profit-Online-Enzyklopädie Wikipedia inzwischen, in 300 Sprachen übersetzt, mit 39,5 Millionen Artikeln existiert, war und ist ein innovativer Prozess, der uns schnellen Zugang zu Basisinformationen verschafft. Dieser Website ist eine bemerkenswerte Auflistung zu verdanken, die daran erinnert, dass es auch soziale Innovationen gibt.

Foto

Wikipedia Tim.Reckmann (Own work)

Von Bürgerenergiegenossenschaften über Repair-Cafés zu Umsonstläden, von Nähcafés über Let‘s Share zu Tausch- und Foodrings, vom Fahrradverleihsystem über privates Carsharing bis zu Mehrgenerationenhäusern, CouchSurfing oder Pfandgeben, sind in den letzten Jahren in diesem Umfeld Initiativen entstanden, die innovativ auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Das hat die Europäische Union schon früh verstanden. Im Grünbuch zur Innovation, das die EU-Kommission 1995 herausgab, heißt es: „Innovation ist nicht nur ein wirtschaftlicher Mechanismus oder ein technischer Prozess. Sie ist vor allem ein soziales Phänomen.“Susanne Ehrlinger

Top

Dieser Inhalt ist schon bald verfügbar!

Zur Webseite zurückkehren