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Neben rund vier Millionen Quadratmetern Schalungsplatten produziert Doka auch zehn Millionen Laufmeter Holzschalungsträger im Jahr – damit ist das Unternehmen einer der weltgrößten Hersteller dieses speziellen Bauprodukts.

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Ausgabe 1/2016Thema: Berührungspunkte

Handschlagqualität auf Augenhöhe

Die Deutsche Doka im Porträt

In 55 Jahren hat sich die deutsche Tochter des österreichischen Unternehmens Umdasch vom traditionellen Schalungshersteller mit vier Mitarbeitern zum mehrdimensionalen Systemanbieter mit Dienstleistungen und breiter Produktpalette entwickelt.

Das Erfolgsgeheimnis von Doka ist so simpel wie effektiv: Zuhören. „Kundenorientierung heißt für uns, ein Projekt zu verstehen, Bedarf und Bedürfnisse weit über die eigentliche Schalung hinaus zu erfassen. Und das nicht kurzfristig für ein einzelnes Bauwerk und eine einmalige Gewinnmaximierung, sondern auch langfristig im Hinblick auf die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen“, erklärt Christian Jelitko, Vertriebsleiter Deutschland. Dieses Verständnis von Kundennähe wird in der gesamten Doka Group, einem Familienunternehmen in vierter Generation, seit fast 150 Jahren gelebt. Sie zählt heute zu den weltweit größten Schalungsanbietern. Mit rund 6.000 Mitarbeitern ist das Unternehmen an 160 Standorten in mehr als 70 Ländern auf fünf Kontinenten international erfolgreich.

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Neues Highlight am Spandauer Kanal in Berlin: Das Geschäftshaus der Ernst Basler + Partner AG. Doka plante die Sichtbeton-Wandansichten. Den Beton lieferte Heidelberger Beton.

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Das verlangt eine globale Perspektive, die konsequente Orientierung an den Weltmärkten, die Bereitschaft zu Veränderung, Flexibilität und Dynamik. Die Deutsche Doka ist dabei eine eigenständige Gesellschaft und als vollberechtigter Mitspieler innerhalb der Doka-Gruppe mit Zentrale in Amstetten/Österreich an allen wichtigen strategischen Entscheidungen stets beteiligt.

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Doka beliefert Bauunternehmen und Projekte jeder Größenordnung, wie zum Beispiel den Lotte-World-Tower in Seoul (Südkorea).

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Lag Anfang der 1960er Jahre der Schwerpunkt des Unternehmens noch auf dem Vertrieb von Schalungsplatten, erkannte Doka rasch den Trend – weg von Kantholz und Rödeldraht. Wenige Jahre später kamen erste Produkte auf den Markt, deren Baukasten-Gedanke noch heute Grundlage der Angebotspalette ist. Über die Jahre hat sich die Deutsche Doka auf einen der Spitzenplätze unter den deutschen Schalungsanbietern gearbeitet – oft mit wegweisenden Spezialprodukten, die durch ihre einfache Handhabung auf der Baustelle überzeugen. In vielen Fällen hat dabei die Analyse der Schwächen marktgängiger Produkte zu einer konsequenten Weiterentwicklung geführt. „Es ist doch so: Wenn der Markt es erfordert, müssen wir eben umdenken. Dabei zählt nicht immer Innovation um jeden Preis, sondern es gilt, die Bedürfnisse der Kunden ernst zu nehmen“, so Jelitko. „Dazu gehört auch, Bewährtes weiterzuentwickeln, damit es unter heutigen Bedingungen besser passt.“


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© Knut Zeisel, Ennigerloh

Mehr als 12.000 Einzelprojekte wickelt die Deutsche Doka mittlerweile jedes Jahr ab. Siebzehn untereinander vernetzte Standorte mit umfangreichen Mietparks stellen die Versorgung von Bauunternehmen auch mit größeren Mengen Schalungsmaterial sicher. Für rund 14 Millionen Euro baute Doka unlängst ein neues Zentrallager im thüringischen Apolda mit einer Fläche von 115.000 Quadratmetern. Dadurch werden Lieferzeiten und Verfügbarkeit bundesweit optimiert. „In Apolda werden in erster Linie Spezialschalungen vorgehalten, wie Brücken- und Tunnelschalungen oder Kletterschalungen. Das entlastet die Niederlassungen von diesen Produktgruppen“, so Jelitko. Eine übergeordnete Rolle spielt mit rund 55 Prozent Anteil das Mietgeschäft, während sich der Verkauf zu einem großen Teil bei Sonderschalungen und architektonisch oder geometrisch anspruchsvollen Formen abspielt. Jelitko: „Wir runden das Schalungsgeschäft mit umfangreichen Dienstleistungen ab. Dabei unterstützen wir die Baufirmen im gesamten Bauprozess mit einem hohen Maß an technischem Know-how, in der kaufmännischen Projektierung, der technischen Planung, im Engineering oder bei der Logistik, wie etwa durch unsere Dienstleistung Schalungsvormontage. Wie können unsere Kunden mit weniger Aufwand mehr erreichen? Welches Detail lässt sich optimieren? Das sind unsere zentralen Fragen.“ Auch die Vernetzung der Baubeteiligten durch Building Information Modeling (BIM) soll die Schnelligkeit der Bauausführung erhöhen. Hier engagiert sich Doka im Rahmen der durch den Güteschutzverband Betonschalungen Europa e.V. getragenen Initiative. Jelitko: „Unser Anspruch ist es, die Baufirmen als verlässlicher, kompetenter Partner zu unterstützen, um zunehmend schneller, besser und wirtschaftlicher zu bauen. Auf Augenhöhe und mit Handschlagqualität.“Conny Eck

Beton und Schalung im Duett

Betonrezepturen werden immer komplexer. Ein verändertes Einbau- und Betonierverhalten wirkt sich auch auf die Schalungsindustrie aus. „Wohl wissend, dass es schwierig umzusetzen ist, würden wir Schalungshersteller uns im Bereich Beton noch mehr Normierung im Hinblick auf Temperaturentwicklung und Erstarrungszeiten wünschen. Dann kann das Hochleistungsprodukt Beton noch idealer mit der Schalung korrespondieren“, erklärt Vertriebsleiter Jelitko. Das von Doka für den deutschen Markt adaptierte System „Concremote“, das durch Sensoren im Beton eine direkte Messung der Festigkeitsentwicklung ermöglicht, verbessert bereits die Steuerung von Schalungs- und Ortbetonarbeiten. „So können wir dem Kunden beispielsweise per SMS frühestmöglich mitteilen, wann der Beton reif zum Ausschalen ist.

Das gibt dem Bauunternehmer die Chance, nicht nur auf Basis von Erfahrung zu agieren und somit effektiv Schalungsdauer und somit Kosten zu sparen.“ In Zusammenarbeit mit Kunden und Baustofflieferanten wie Heidelberger Beton entwickelt Doka ganzheitliche Lösungen für Betontechnologie, Schalungstechnik, Einbau und Verdichtung. Die freie Wählbarkeit der Oberflächengestaltung wie Raster, Fugen und Textur ermöglicht Doka mit erprobten und modularen System- und Objektschalungen.

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