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Auf die taktgenaue Anlieferung per Fahrmischer folgte das Pumpen über den Verteilermast der Autobetonpumpe zum jeweiligen Einbringort auf dem Parkdach.

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Michael Rasche, Dortmund

Ausgabe 1/2015 Thema: Qualität

Unter freiem Himmel

Sanierung eines Parkdachs auf einem Elektronikfachmarkt

Bauen im Bestand bei laufendem Verkaufsbetrieb erfordert eine gute Planung und zuverlässige Produkte. Für die Sanierung eines Parkdachs setzte die Svebak GmbH auf die hohe Qualität des Luftporenbetons Aircrete.

In einem Elektronikfachmarkt im Norden von Dortmund war an einen ruhigen Einkauf nicht mehr zu denken. Auf dem direkt über dem Markt gelegenen Parkdach war es mit der Zeit zu Schäden am Belag gekommen, mit der Folge, dass es beim Überfahren im ganzen Markt vernehmlich klapperte. Die zehn Jahre alten Fertigteilplatten aus Beton waren in Teilen gebrochen und einige der Auflager darunter derart beschädigt, dass eine stabile Lage dieser Platten nicht mehr gegeben war. Durch ihre Schieflage in Teilbereichen des Parkdachs bestand zudem ein Stolperrisiko für die Kunden.
Als Planer und ausführendes Bauunternehmen in Einem übernahm die Svebak GmbH aus Detmold die Sanierung des Daches. Das bundesweit tätige Unternehmen hat sich auf die Planung und Ausführung von wärmegedämmten Parkdächern spezialisiert. Während der Baumaßnahmen blieb der Elektronikfachmarkt weiterhin geöffnet. Da die Stellflächen auf dem Dach aber die einzigen Parkplätze für die Kunden sind und sich der Hauptzugang in den Markt ebenfalls dort befindet, musste die Sanierung in zwei Bauabschnitten erfolgen. Um den laufenden Verkaufsbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen, wurde zunächst nur eine Hälfte des circa 4.000 Quadratmeter großen Parkdachs gesperrt, saniert und anschließend als Parkplatz wieder freigegeben, bevor man mit dem zweiten Abschnitt begann.

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Michael Rasche, Dortmund

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Zunächst wurden die losen Fertigteilplatten sowie die bisherige Wärmedämmung durch die Mitarbeiter von Svebak entfernt und fachgerecht entsorgt. Im Anschluss wurde ein neues Gefälledach aus Wärmedämmung aufgebracht und eingedichtet. Für den neuen Belag des Parkdachs kam Aircrete von ­Heidelberger Beton zum Einsatz. Bei Aircrete handelt es sich um einen Luftporenbeton für Bauteile, die extremen Außenbedingungen und Witterungseinflüssen ausgesetzt sind. Insgesamt lieferte die ­Heidelberger Beton GmbH aus dem Transportbetonwerk in Waltrop 521 Kubikmeter Aircrete auf die Baustelle. Da die Fahrmischer nicht direkt auf das Parkdach anliefern konnten, wurde der Beton über eine rückwärtig aufgestellte Autobetonpumpe mit Verteilermast zum Einsatzort gepumpt. „Bei herkömmlichem LP-Beton kann es durch das Einbringen per Pumpe und Schlauchleitung passieren, dass der Luftporenanteil im Beton unter das geforderte Maß absinkt“, erläutert Peter Lubas von der ­Heidelberger Beton GmbH, Gebiet Rhein-Ruhr. „Durch die Beigabe von Mikrohohlkugeln als Betonzusatzmittel im Aircrete können wir den erforderlichen Luftporenanteil für die Frost- und Frost-Tausalz-Beständigkeit im Außenbereich konstant halten und somit eine durchgehend hohe Qualität gewährleisten.“ Die beigefügten Mikrohohlkugeln sind vorgefertigte, sehr kleine, mit Luft gefüllte Poren, umschlossen von einer elastischen Kunststoffhülle. Die Poren stehen bei Frostbeanspruchung als Expansionsraum für das sich beim Gefrieren ausdehnende Wasser zur Verfügung. Zusätzlich wurde der Rezeptur noch ein Kilogramm Kunststofffasern pro Kubikmeter beigesetzt, um das Wasserrückhaltevermögen im Beton zu erhöhen und so das Frühschwindverhalten zu verbessern. „Wir arbeiten schon seit Jahren mit Heidelberger Beton zusammen, da wir hier die gute Erfahrung gemacht haben, dass die Qualität einfach stimmt“, erläutert Sven Bakschas, Geschäftsführer und Inhaber von Svebak. „Die Abstimmung mit dem Betonlabor und dem Transportbetonwerk funktionierte hervorragend, so dass die Rezeptur vom ersten Tag an glatt durchlief.“ Über eine Schlauchleitung wurde Aircrete auf dem Parkdach in Plattenfelder von drei auf drei Metern eingebracht und mit einer hydraulischen Walze auf die Einbringhöhe von zwölf Zentimetern abgezogen. Anschließend wurde die Oberfläche angeglättet und nach Erreichen der Standfestigkeit mit einem Besenstrich und einem jeweils umlaufenden Glättstrich versehen.Katharina Ricklefs

Objektsteckbrief

Projekt:
Sanierung eines Parkdachs, Dortmund

Bauherr:
Semper Constantia Immo GmbH, Wien, vertreten durch die IMV Deutschland GmbH, Köln

Bauherrenvertreter:
Sachverständigenbüro Dipl. Ing. Norbert Ommer, Bergisch Gladbach

Planer und Bauunternehmen:
Svebak GmbH, Detmold

Betonpumpen:
Betonpumpendienst Gärtner GmbH & Co. KG, Recklinghausen

Betonlieferant:
Heidelberger Beton GmbH - Gebiet Rhein-Ruhr, Werk Waltrop

Produkteinsatz:
521 m³ Aircrete® (Spezialrezeptur mit zusätzlich 1 kg/m³ Kunststofffasern)

Fertigstellung:
2014

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