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Der Rohbau ist alles, nur nicht langweilig: schräge Flächen spitze Winkel und schmale Stützen verlangen Präzision und Qualität von den Produkten bis zur Ausführung.

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs).

Ausgabe 1/2015 Thema: Qualität

Qualität ist kein Glücksfall

Kontinuität als Erfolgsrezept

In seiner über 60-jährigen Geschichte hat das mittelständische Unternehmen Manzke mit Sitz in Volkstorf bei Lüneburg bewegte Zeiten erlebt. Heute steht die Firmengruppe auf festem Fundament und mit Felix-Benjamin Manzke an der Spitze führt inzwischen die dritte Generation das Familienunternehmen in die Zukunft.

Worauf es in der Baustoffproduktion damals wie heute ankommt, fasst Felix-Benjamin Manzke so zusammen: „Das entscheidende Kriterium um sich im Wettbewerb zu positionieren und abzusetzen, ist schlichtweg Qualität.“ Das wusste auch der Firmengründer Günter Manzke, als er 1952 zunächst als Handelsvertreter für Baustoffe den Schritt in die unternehmerische Selbstständigkeit wagte. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs konnte Günter Manzke nicht ins heimische Köslin in Pommern zurückkehren. Im niedersächsischen Lüneburg baute er für sich und seine Familie eine neue Existenz auf. In den 1950er Jahren florierte die deutsche Wirtschaft, der Baustoffhandel Manzke wuchs und expandierte 1958 mit dem Erwerb des Kieswerks Volkstorf zum Baustoffproduzenten. Der Firmengründer bewies Weitblick und errichtete 1962 am Firmensitz ein Transportbetonwerk. In den kommenden Jahren zählte das Werk in Volkstorf zu den wichtigsten Produzenten von Transportbeton zwischen Hamburg und Hannover. Getreu dem damaligen Slogan: „Manzke macht das Bauen leichter“ nutzte das Unternehmen auch innovative Technologien und setzte erstmals in Norddeutschland Druckschlauch-Betonpumpen ein.
Einen Meilenstein der negativen Art erlebte das Unternehmen in den 1970er Jahren. In Folge der weltweiten Ölkrise rutschte die deutsche Wirtschaft in eine Rezession und die bis dato florierende Bauwirtschaft der Nachkriegszeit kam zum Erliegen. Im Strudel der Baukrise war Günter Manzke gezwungen, Konkurs anzumelden. Die Geschichte des Familienunternehmens hätte hier zu Ende sein können, aber nun geschah Historisches: Der älteste Sohn Eberhard Manzke trat in die Firma ein und pachtete das Familienunternehmen vom Konkursverwalter zunächst quartalsweise zurück. Glücklicherweise fand sich für das Unternehmen kein Käufer, so dass die Bank schließlich zustimmte, den Betrieb in Volkstorf als Vollfinanzierung über 15 Jahre an Eberhard Manzke zu verkaufen. Unter dem Namen Kies + Betonwerk Volkstorf schrieb das Unternehmen schnell wieder schwarze Zahlen und wuchs in der Folgezeit stetig: So wurden das Transportbetonwerk und die Beton-steinproduktion ausgebaut und ab Mitte der 1980er Jahre das Firmenspektrum um Baustoffrecycling erweitert. Durch die mit der deutschen Wiederver-einigung verbundenen Herausforderungen und Chancen erlebte das Familienunternehmen Manzke einen wahren Expansionsschub. Mit der Tochtergesellschaft Happy Beton baute die Firmengruppe Manzke ein leistungsstarkes Netz an Transportbetonwerken mit 36 Standorten zwischen Rügen und Magdeburg auf.

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Felix-Benjamin Manzke führt die Firmengruppe in dritter Generation. Seit 2006 steht er als operativer Geschäftsführer an der Spitze des Familienunternehmens.

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs).

Nach der wechselvollen Historie gestaltet sich der Führungswechsel in die dritte Generation als harmonischer Übergang. „Der eine will übergeben, der andere will übernehmen“, beschreibt Felix-Benjamin Manzke den fließenden Generationenwechsel an der Spitze des Familienunternehmens. Er leitet als operativer Geschäftsführer seit 2006 die Geschicke der Firmengruppe, sein Bruder Max-Emanuel Manzke trat im darauffolgenden Jahr ebenfalls in die Geschäftsleitung ein. Heute steht die Firmengruppe Manzke mit 450 Mitarbeitern als erfahrener Partner für qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen. „Qualität ist kein Glücksfall, vielmehr entsteht Qualität als Ergebnis von Kontinuität, Verlässlichkeit und Erfahrung. Und dazu zählt neben hochwertigen Ausgangsstoffen auch der Herstellungsprozess bis zur Logistik“, erläutert Felix-Benjamin Manzke. „Hochwertige Zuschlagstoffe sind wichtig, aber das A und O für ein sehr gutes Endprodukt sind unsere qualifizierten Mitarbeiter. Im Zusammenspiel vom Disponenten über den Mischmeister im Werk bis schließlich zum Fahrer des Fahrmischers entsteht die Qualität, die unsere Produkte und Dienstleistungen auszeichnet.“Katharina Ricklefs

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::Als "Splitter" und sogar "Ufo in der Heide" wurde der Entwurf von Daniel Libeskind im Vorfeld bezeichnet, nach der Fertigstellung ist das niedersächsische Lüneburg auf alle Fälle um ein architektonisches Highlight reicher.

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