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Beeindruckende Terrazzoflächen: Insgesamt lieferte das nahe gelegene Lieferwerk Großgründlach der TBG Transportbeton Franken über 35.000 Kubikmeter Transportbeton an das Bauvorhaben in Fürth.

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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs).

Ausgabe 1/2015 Thema: Qualität

Beton im großen Stil

Bemerkenswerte Bodenflächen im Einrichtungshaus

Mit rund 10.000 Quadratmetern umfasst das Erdgeschoss von Möbel Höffner in Fürth die Fläche eines großen Fußballfeldes. In den Gängen zwischen den einzelnen Gestaltungs-Arrangements ist der Betonboden geschliffen und zeigt eine perfekte terrazzoartige Struktur.

Auf der Suche nach neuen Möbeln wandeln Kunden in Frankens jüngstem Einrichtungshaus durch weite Ausstellungshallen. Fast schade, dass ihre Aufmerksamkeit weniger dem Boden als dem Mobiliar gilt, das, in schickem Ambiente aufgestellt, die mögliche Wandlung der eigenen vier Wände erahnen lässt. Die eleganten grauen Wege zwischen den unterschiedlich gestalteten Wohnwelten vermitteln einen Hauch von Grandezza, wie sie in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in italienischen Villen herrschte oder in den 50er Jahren in den Foyers großer Lichtspielhäuser zu finden war, etwa im unlängst sanierten und denkmalgeschützten Zoopalast in Berlin. Inzwischen haben terrazzoartige Betonböden, die durch ihre geschliffene Oberfläche, wie bei einem sauberen Gebirgsbach, die unterschiedlichen Korngrößen im Beton gebundener Steine sehen lassen, eine Renaissance erfahren. In einem Möbelhaus unterstreichen die geschliffenen Betonböden nicht nur die exquisite Auswahl des Warenangebots. Sie sichern durch ihre Unverwüstlichkeit auch eine anhaltend schöne Optik, selbst bei starkem Publikumsverkehr. So sind Betonböden dieser Art seit einiger Zeit auch erste Wahl in neu erbauten Kultureinrichtungen, Museen oder Theatern. Im Vorfeld wurde mit dem Bauherrn die besondere Anmutung des Design-Bodens abgestimmt. Gewünscht war ein eleganter, grauer Boden mit sichtbaren Donaukieseln. Geschäftsführer Hans Zeitler vom Zentrallabor der Betotech Nabburg entwickelte gemeinsam mit der TBG Franken die Rezeptur des Terrazzo mit einer Sieb-linie mit grobem Korn, dessen Anmutung in geschliffenem Zustand anhand großer Musterplatten vereinbart wurde. „Er sieht toll aus“, beurteilt Edda Metz, Geschäftsführerin der Krieger Projektentwicklungs- und Bau GmbH, die für die Ansiedlung des Unternehmens Höffner in Fürth verantwortlich war. Um eine derart homogene Oberfläche und die gleichmäßige Verteilung der durch den Schliff sichtbaren Kieselsteine im Boden zu erreichen, ist von allen Beteiligten höchste Aufmerksamkeit gefordert. Das fängt bei der Rezeptur und der Güte der einzelnen Bestandteile an, reicht über die Produktion des Betons, seinen Transport, das Pumpen, bis hin zum Schliff. Nur so lässt sich eine hochwertige Fläche sicherstellen, die zumal in dieser Größenordnung eine bestimmte, aufwendige Logistik und Qualitätsüberwachung der gesamten Lieferkette und des Einbaus erfordert. Grundvoraussetzung ist, dass verlässliche Partner vor Ort sind, die über den gesamten Einbauzeitraum ohne Zeitverzug Grundmaterialien liefern, produzieren, transportieren und einbauen. „Wir haben mit der Konsistenz F4 erreicht, dass sich das Ausbreitmaß während der Anlieferung immer zwischen 530 und 550 Millimetern belief“, erläuterte Betonspezialist Zeitler. „Außerdem unterstützt das Fließmittel genau die geplante Konsistenz. Es stabilisiert den Beton.“ Das war wichtig, denn bei einer zu trägen Masse verteilt sich das Gestein nicht gleichmäßig, im Gegenzug, bei zu viel Feuchtigkeit, könnten die Kieselsteine absacken und so ein homogenes Bild der Oberfläche verhindern.


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© HeidelbergCement (Steffen Fuchs).

Die Terrazzo-Rezeptur des Betons ist also das A und O. Doch auch die gesamte Lieferkette unterliegt besonderen Anforderungen, um die gewünschte Qualität zu erreichen. Bei einem Jour fixe im Vorfeld sind alle Beteiligten auf diese Abläufe und Qualitätsvorgaben eingeschworen worden. „Da braucht man verlässliche Partner, man muss sich auf alle absolut verlassen können“, meint Martin Sczeponik von der TBG Franken. So war zunächst erforderlich, dass der Donaukies sauber gewaschen war und keine Fremdpartikel aufwies. Die Produktion des Betons erfolgte nachts, da gewährleistet werden musste, dass die Mischanlagen ausschließlich für diese Produktion liefen. Auch die Fahrer mussten ihre Transportbetonmischer vor jeder Fuhre besonders gründlich reinigen. Das Unternehmen Klebl, das den Rohbau ausführte, musste den Beton teilweise über 50 Meter Entfernung pumpen lassen. Dabei wurde penibel darauf geachtet, dass die jeweiligen, bis zu 1.000 Quadratmeter großen Abschnitte stets frisch in frisch ausgeführt wurden, so dass später nirgends optische Unterschiede zu befürchten waren. Um jegliche Unterbrechung zu vermeiden, stand auch eine Ersatzpumpe zur Verfügung. Während des gesamten Einbaus der 25 Zentimeter dicken Bodenplatte, die von den Rohbauern vor dem späteren Schleifen mit Flügelglättern abgezogen wurde, standen die Mitarbeiter des Prüflabors zur Betonüberwachung parat.Susanne Ehrlinger

Objektsteckbrief

Projekt:
Möbel Höffner, Fürth

Bauherr:
Krieger Projektentwicklungs- und Bau GmbH, Berlin

Rohbau:
Klebl GmbH, Neumarkt i. d. Oberpfalz

Betonlieferant:
TBG Transportbeton Franken GmbH & Co. KG, Lieferwerk Großgründlach, eine Beteiligung der Heidelberger Beton GmbH

Pumpendienst:
Heidelberger Beton GmbH Bereich Betonpumpen Südost

Betontechnologische Beratung:
Betotech GmbH, Baustofftechnisches Labor Nabburg

Produkte:
ca. 2.500 m3 Terrazzo Design Boden C 25/30 F4 0/16 Kies

Sonstige Bodenfläche:
ca. 10.000 m3 C 30/37 F3 0/22 bzw. 0/16 Splitt

Deckenaufbeton:
11.000 m3 C 30/37 F5 0/16 Splitt

Verkehrswege und Stellflächen:
ca. 4.000 m³ C30/37 mit Luftporenbildner

Projektansprechpartner

martin.sczeponik@heidelbergcement.com

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